Archiv der Kategorie: Persönliche Eindrücke

Persönliche Wertungen von Mitgliedern des Vereins Spenderkinder zu verschiedenen Themen

Arthur Kermalvezen, der Author des Buches „Ganz der Papa: Samenspender unbekannt“, hat seinen genetischen Vater gefunden!

Das französische Spenderkind Arthur Kermalvezen (34) hat mit Hilfe eines DNA-Tests endlich herausgefunden, wer sein genetischer Vater ist. Bekannt geworden ist Arthur durch das Buch mit seinen Erfahrungsbericht, das unter dem Titel „Ganz der Papa: Samenspender unbekannt“ 2009 auch ins Deutsche übersetzt wurde.

In der französischen überregionalen Tageszeitung „Libération“ gab es dazu einen berührenden Artikel: Samenspende: Der Tag, an dem Arthur Kermalvezen seinen Erzeuger wiedergefunden hat.

Arthur und seine Partnerin Audrey Kermalvezen, ebenfalls Spenderkind, sind beide in unserer französischen Schwesterorganisation Procréation Médicalement Anonyme aktiv und setzen sich dafür ein, dass Spenderkinder in Frankreich erfahren können, wer ihre genetischen Elternteile sind. In Frankreich ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass ärztlich vermittelte Samenspenden anonym stattfinden. Audrey, Anwältin und spezialisiert auf Bioethik, hat deshalb eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht. Das Urteil steht noch aus.

In der Zwischenzeit haben die beiden und acht weitere französische Spenderkinder ihre DNA an die Datenbank von 23andMe geschickt, wo sie mit der DNA vieler anderer Menschen, die sich dort haben registrieren lassen, abgeglichen wurde. Auf diese Weise stellte sich heraus, dass zwei von ihnen Audreys Halbgeschwister sind und Audrey und ihr bereits bekannter Bruder den gleichen genetischen Vater haben. Arthur fand einen Cousin. Dessen Familie ist relativ übersichtlich. So konnte er schnell ausmachen, dass nur sein Großonkel zur fraglichen Zeit in Frankreich Samen abgegeben haben könnte. Arthur ließ ihm einen Brief zukommen und Weihnachten meldete sich sein genetischer Vater bei ihm.

Leider hat Arthurs genetischer Vater eine seltene Genanomalie, die für verschiedene Krankheiten prädispositioniert. Arthur ist froh, auch das erfahren zu haben und möchte nun sich und seine beiden Kinder darauf testen lassen. Dieses Beispiel bestätigt, wie wichtig es ist, dass auch nachträglich bekanntwerdende gesundheitliche Informationen über Keimzellspender bei einer zentralen Stelle erfasst werden, um nötigenfalls die Kinder informieren zu können. Auch in Dänemark hat es in der Vergangenheit einen Fall gegeben, bei dem ein Spender unwissentlich eine genetische Erkrankung an mehrere Spenderkinder weitergegeben hatte.

Die Geschichte aus Frankreich zeigt einmal mehr, dass die ärztlicherseits zugesicherte Anonymität nicht im Sinne der entstehenden Menschen ist. Mit zunehmender Popularität und Verfügbarkeit preiswerter DNA-Tests ist die Identifizierung der genetischen Elternteile wohl auch in Ländern, in denen die Keimzellspende noch anonym praktiziert wird, zunehmend zu einer Frage der Zeit geworden.

Dokumentation „Risiko Samenspende“ am Montag, den 5. Februar 2018 in der ARD

Am Montag, den 5. Februar, wurde um 23.30 Uhr in der ARD die Dokumentation Risiko Samenspende von Julia Kaulbars gezeigt. Darin berichtet Spenderkind Nicole Schirm von der Suche nach ihrem genetischen Vater mittels DNA-Test. Nicole hat auf diese Weise mittlerweile drei Halbschwestern und einen Halbbruder gefunden. Die Sendung ist weiterhin über den Link abrufbar.

Spenderkind Jörg Seerig wählte bei seiner Suche den Weg über den direkten Kontakt zum verantwortlichen Arzt. Bereits im Dezember 2017 wurde seine Suche in der ARD-Dokumentation „Mein Vater, der Samenspender. Auf der Suche nach einem Unbekannten“ ausgestrahlt. Der Arzt reflektiert sein damaliges Handeln bemerkenswert und spricht selbstkritisch aus, was manch anderem sich einzugestehen schwer fällt: Dass auch er in der damaligen Situation, der Kinderwunscherfüllung eines Paares, nicht an die wichtigste Person, an das Kind, gedacht hat. Mittlerweile hat Jörg Seerig über einen DNA-Test herausgefunden, dass er und die beiden weiteren uns aus Zwickau bekannten Spenderkinder Halbgeschwister sind.

Die Ambivalenz der Samenspendepraxis wird auch im Interview mit Samenspender „Peter“ aus Erlangen deutlich. Dieser wusste zwar von Anfang an, dass seine genetischen Kinder ihn später kontaktieren können. Im Laufe der Zeit ist seine Unsicherheit gewachsen, wie er mit diesen langfristigen Konsequenzen als genetischer Vater von möglicherweise 15 Spenderkindern umgehen kann. Am liebsten würde er anonym bleiben.

Auch das ab Juli 2018 in Kraft tretende Samenspenderregistergesetz wird hinterfragt und von verschiedenen Seiten für unzureichend bewertet. Auch aus unserer Sicht bestehen deutliche Regelungslücken.

Jahresrückblick 2017

2017 ist einiges passiert – ein Rückblick:

Allgemeines

Immer mehr Spenderkinder registrieren sich bei unserer DNA-Datenbank Family Tree. 2017 hatten wir mit NEUN neuen Halbgeschwistertreffern mehr Halbgeschwistertreffer als von 2011 (dem Jahr, in dem wir uns für Family Tree entschieden) bis 2017 insgesamt. Es gab auch einen weiteren Spender-Kind-Treffer über die DNA-Datenbank. Leider stellte sich auch heraus, dass wir in der Vergangenheit einen falschen Halbgeschwistertreffer hatten. Wird die Verwandtschaft nur durch die Auskunft eines Arztes über die Spendernummer vermutet, sollte sie mit Hilfe eines DNA-Tests überprüft werden.

Im vergangenen Jahr haben wir die Internetseite neu strukturiert und überarbeitet und dabei spezielle Bereiche für Spender und für Eltern geschaffen. Neu ist unser Flyer für Wunscheltern sowie u.a. Suchprofile und Erfahrungsberichte ehemaliger Spender.

Um den persönlichen Austausch zwischen Spenderkindern zu fördern, gibt es seit Juni acht Regionalgruppen. 2017 fanden zwei deutschlandweite Treffen in Köln und in Berlin statt. Neu ins Leben gerufen wurden zwei Arbeitsgemeinschaften, die „DDR-Spenderkinder-AG“ und die „Spender-Aufklärungs-AG“.

Öffentlichkeitsarbeit

2017 waren wir bei verschiedenen Veranstaltungen als Gäste und auch als ReferentInnen unterwegs:

Bei der Fachtagung „Kinderwunsch? Beratung!“ in Hamburg (Veranstalter: BKiD, mit Unterstützung des BMFSFJ) wurde erstmals die Ausstellung der Fotografin und Autorin Sabrina Lieb „Ein Wunsch, ein Baby, ein Mensch…“ gezeigt. Für diese Ausstellung wurden einige Mitglieder unseres Vereins portraitiert. Die Ausstellung war auch bereits in der Zeitschrift „Eltern“ und dem Magazin „Auszeit“ teilweise abgedruckt und soll weiter wachsen und durch Deutschland wandern, um darauf aufmerksam zu machen, dass Spenderkinder Individuen mit eignen Wünschen und Bedürfnissen sind.

Der Verein Spenderkinder positionierte sich kritisch zur erstmals in Deutschland durchgeführten Verbrauchermesse „Kinderwunsch-Tage“. In diesem Zusammenhang überarbeiteten wir unsere Stellungnahme zur Eizellspende. Auch das restliche Jahr über gab es zahlreiche Medienbeiträge mit Mitgliedern unseres Vereins: im Wochenend Magazin der FAZ, in der Sächsischen Zeitung, in der Welt am Sonntag, in der Süddeutschen Zeitung, im Münchner Merkur, in der Berliner Morgenpost, in der Badischen Zeitung sowie die TV-Dokumentation „Mein Vater, der Samenspender“ in der ARD und die Sendung SWR-Nachtcafé.

Zum Jahresabschluss wurde der Verein Spenderkinder noch in der Datenbank der NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen) aufgenommen.

Rechtliches

Vier unserer Mitglieder haben Klagen gegen ein Reproduktionszentrum in Essen gewonnen. Dieses muss ihnen daher Informationen über den genetischen Vater geben bzw. muss mehr Anstrengungen unternehmen, um diesen noch zu identifizieren.

Eine Klage gegen einen Münchner Reproduktionsmediziner wurde dagegen in erster Instanz abgewiesen, weil dieser das Gericht überzeugte, dass er lediglich einen (bereits verstorbenen) Kollegen vertreten habe, der verantwortlich für die Behandlung und deren Dokumentation sei.
Das Samenspenderregistergesetz wird zum 1. Juli 2018 in Kraft treten. Ab dann wird es endlich ein Samenspenderregister in Deutschland geben, über das ab diesem Zeitpunkt gezeugte Spenderkinder Auskunft über ihren genetischen Vater erhalten können. Zumindest ab dem 1. Juli 2018 gezeugte Spenderkinder werden nicht mehr in die Situation kommen, dass die Reproduktionsklinik ihnen sagt, dass sie die Daten vernichtet habe oder dass diese „leider“ bei einem Wasserschaden im Archiv verloren gegangen seien. Wir haben dieses Gesetzgebungsverfahren intensiv begleitet und waren als Sachverständige bei zwei Anhörungen im Bundestag, inklusive schriftlicher Stellungnahmen, vertreten.

Das Register ist leider sehr rudimentär konzipiert. Daten von Samenspenden vor dem 1. Juli 2018 werden nicht mit aufgenommen und es kann auch kein Kontakt zwischen Halbgeschwistern vermittelt werden. Eine Kontrolle der Anzahl der durch einen Samenspender gezeugten Kinder ist nicht vorgesehen, obwohl dies nun erstmals möglich wäre. Dennoch ist die Einführung des Gesetzes ein Erfolg, den wir auch dem Einsatz unseres Vereins zuschreiben und der Bereitschaft unserer Mitglieder, ihre Geschichte zu erzählen bzw. ihre Rechte auch gerichtlich einzuklagen.

Der Arbeitskreis Abstammung des Bundesjustizministeriums, der sich seit 2015 mit möglichem Reformbedarf des Abstammungsrechts angesichts reproduktionsmedizinischer Entwicklungen beschäftigt hatte, legte im Sommer seinen Abschlussbericht vor. Wir verfassten dazu eine rechtliche Stellungnahme.

Sonstiges

2017 diskutierten wir im Verein, welche Bezeichnungen wir für den Mann, von dem wir die Hälfte unserer Gene haben, persönlich passend finden – „Spender“, „Vater“, „Erzeuger“, … ? Die Ergebnisse mündeten in die Zusammenfassung auf unserer Homepage.

Filmhinweise: „Die kanadische Reise“ und „Star Wars: Die letzten Jedi“

In den letzten Wochen war ich (Spenderkinder-Mitglied Sven) zwei Mal im Kino und sah zwei Filme, wie sie in ihrer Filmsprache und ihren Genres unterschiedlicher kaum sein können, die sich aber in ihrem Grundthema der Vater-/Elternsuche – und damit auch letztendlich der Identitätsfindung – doch sehr ähneln. Je nach Filmgeschmack gefällt vielleicht der eine mehr, der andere weniger.

Die kanadische Reise“ (Frankreich/Kanada 2016, 98 min) läuft in verschiedenen Programmkinos: Der 33-jährige Franzose Mathieu erfährt auf einmal, dass sein ihm bis unbekannter leiblicher Vater im kanadischen Montreal verstorben ist. Pierre, ein Freund des Vaters, lädt ihn zu einer Reise nach Kanada ein, um Mathieu ein hinterlassenes Päckchen seines Vaters zu übergeben. In Montreal trifft er auf seine beiden neuen Halbbrüder und versucht sich, ihnen anzunähern. Aber Pierre möchte nicht, dass die beiden erfahren, dass ihr Vater einen weiteren Sohn hatte. Mathieu spürt, dass das nicht alles ist, und dass noch eine Menge, auch in Pierres Familie, verschwiegen wird. Er versucht, das Familiengeheimnis selbst zu lüften …

Der Film ist kein Film über Samenspender oder Spenderkinder, so viel sei verraten. Aber der Film schildert sehr, sehr eindrücklich, wie schwer Geheimnisse auf einer Familie lasten können und wie doch nach und nach das Schweigen durchbrochen werden kann. „Die kanadische Reise“ ist ein Film über eine Vatersuche und zugleich über eine Identitätsfindung. Wenn man nichts über seinen leiblichen Vater weiß, bemessen sich die wenigen Dinge, die man über ihn erfährt oder die von ihm hinterlassen werden, völlig neu. Ein altes Stethoskop ist für Mathieu kostbarer als ein teures Gemälde, eine Mütze des Vaters wird scheinbar zum einzigen Vermächtnis.

Aber auch die Bedeutung der plötzlichen Kenntnis über Halbgeschwister schildert der Film anschaulich. Die Freude über nahe Verwandte kann in einem ambivalenten Verhältnis stehen, wenn man mit einigen von ihnen wenig anfangen kann. In den komplexen und komplizierten Familienbeziehungen bestehen dichte Netze zwischen Zuneigung und Abneigung, zwischen Pflichtbewusstsein und Verantwortungslosigkeit, zwischen Geborgenheit und Fremdheit. Und dazwischen spürt der Zuschauer immer wieder das nahezu physisch greifbare Unausgesprochene. Ein Geheimnis, dessen Enthüllung aber auch nicht die Lösung aller kommenden Probleme sein wird …

Star Wars: Die letzten Jedi“ (USA 2017, 152 min) läuft derzeit in den großen Multiplex-Kinos:  Achtung Spoiler: Der nun folgende Text enthält wichtige Details der Handlung.

Der achte Teil der Star-Wars-Filmreihe beinhaltet, wie auch in den anderen Teilen, viele, viele Handlungsstränge innerhalb der großen Science-Fiction-Erzählung. Neben dem Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen der dunklen und der hellen „Macht“, zwischen Widerstand und Unterordnung, Frieden und Krieg sind es die komplexen Hintergrundgeschichten der einzelnen Haupt- und Nebencharaktere, die ein Geflecht an Biographien und Verwandtschaftsbeziehungen entstehen lassen. Die familiäre Herkunft und die eigene Identitätsfindung vor allem der Hauptprotagonisten ist von Beginn an DAS Schlüsselthema der Filmreihe. Eines der bekanntesten Filmzitate aller Zeiten „Luke, ich bin dein Vater“ drückt genau dies aus. Die Offenbarung der Geschwisterschaft zwischen Luke und Prinzessin Leia war ebenso ein Überraschungsmoment wie die Erkenntnis, dass Kylo Ren/Ben Solo der Sohn von Han Solo und Leia ist.

Und auch in „Die letzten Jedi“ sowie in der vorhergehenden Episode „Das Erwachen der Macht“ (2015) ist eine der Hauptantriebskräfte die Suche der Hauptfigur Rey nach ihrer Vergangenheit, nach der eigenen Herkunft, nach der Kenntnis ihrer leiblichen Eltern. Rey wuchs als Schrottsammlerin auf einem Wüstenplaneten auf. Im Alter von fünf Jahren wurde sie dort von ihren Eltern zurückgelassen. Seitdem wartete sie verzweifelt auf deren Rückkehr und auf eine Antwort, warum sie sie damals zurückließen. In der derzeit in den Kinos laufenden Episode möchte Rey das Rätsel um ihre Herkunft endgültig lösen. Und sie erhält eine Antwort, die für sie zwar das Ende ihrer Suche bedeutet, für sie aber weitere Fragen aufwirft.

Rey betritt auf dem Planeten Ahch-To eine Art Orakel-Tempel, in dem sie in einen unendlichen Spiegel hineinschaut. Auf ihre dringlichste Frage, wer sie sei, erhält sie „nur“ die Antwort, dass sie sie selbst sei, sie ohne Anfang und ohne Ende sei. Sie findet dort also nicht die ersehnte Antwort nach ihren Eltern. Stattdessen findet sie sich und ihre Fähigkeit, mit der „Macht“ in Kontakt zu treten. Erst einige Szenen und etliche Lichtjahre entfernt versucht Kylo Ren, Rey zu überzeugen, sich ihm, also der „dunklen Seite der Macht“ anzuschließen. Er provoziert sie und lockt sie mit der Antwort auf ihre dringlichste Frage, nämlich die nach ihren Eltern. Rey widersteht dieser Verlockung woraufhin Kylo ihr voller Häme offenbart, dass Reys Eltern einst ihr Kind verkauften, um sich von dem Geld Alkohol kaufen zu können.

Die Antwort auf diese wichtige und handlungstreibende Frage enttäuschte viele Fans der Filmreihe, denn sie erhofften sich eine ähnliche komplexe Herkunftsgeschichte wie die von Luke Skywalker. Aber Reys Eltern sind niemand von Bedeutung. Reys Geschichte ist das Gegenteil einer Offenbarung und Entdeckung einer „edlen“ und machtvollen Herkunft. Trotz ihrer Herkunft aus „einfachen“ Verhältnissen spürt sie die „Macht“ und kann mit diesen Kräften umgehen. Und das ist die eigentliche Botschaft des Films: Es ist wichtiger, sich zu finden und seine Fähigkeiten zu entdecken, statt sich in der Suche nach seiner Vergangenheit zu verlieren und an ihr festzuhalten. Jeder kann irgendwas Besonderes an sich haben, gleich welcher Herkunft er ist. Rey erbte von niemanden ihre Fähigkeiten, sie ist kein Mitglied einer der großen Weltraum-Familien. Sie ist nur scheinbar ein „Niemand“, denn ihre Herkunft ist für sie befreiend. Die dramaturgische Entscheidung ist von großer Reichweite: Reys Wunsch genau zu wissen, wer ihre Eltern waren, wird nicht erfüllt. Sie bekommt nicht diese eine Antwort. Und vor allem liegt auch die Betonung auf waren. Sie wird ihre Eltern nie mehr finden, denn sie liegen in einer Wüste begraben. Stattdessen bekommt sie die Stärke, sich selbst zu definieren. Sie weiß nunmehr, wer sie ist und was sie kann, da sie sich über die Suche nach ihrer Vergangenheit selbst gefunden hat. Die Kernbotschaft des Films sehe ich darin: Es ist egal, woher Du kommst, was Dein Ursprung ist. Denn auch Du kannst etwas bewirken und Deinen eigenen Weg gehen, indem Du Dich nicht abhängig von Deinen Eltern, von Deiner Vergangenheit machst.

Autor: Sven

17. Halbgeschwistertreffer

Nach Treffern in Berlin und München können wir von einem weiteren Halbgeschwistertreffer aus Essen berichten. Spenderkindermitglied Jan war bereits vier Jahre lang in der DNA-Datenbank FamilyTreeDNA registriert, als ihm Ende November ein Treffer mit Zwillingen angezeigt wurde. Die drei haben sich bereits getroffen und sind noch ganz überwältigt von der plötzlichen verwandtschaftlichen Erweiterung.

Jan möchte allen Mut machen, die auch schon länger registriert sind und noch keinen Treffer hatten: Je mehr Spenderkinder sich registrieren, desto wahrscheinlicher werden Treffer. Im Jahr 2017 hatten wir insgesamt so viele Halbgeschwistertreffer wie in allen Jahren vorher zusammen.

15. Halbgeschwistertreffer

Wir freuen uns über einen weiteren Halbgeschwistertreffer aus der Praxis von Dr. Poluda in München, den der DNA-Test FamilyFinder identifiziert hat: Manuel und Désirée hatten ihre Verbindung bereits vor anderthalb Jahren entdeckt – nun haben sie mit Vera eine weitere Halbschwester gefunden.

Zwischen Manuel und Désirée liegt ein Altersunterschied von gut 9 Jahren. Damit kam die Frage auf, ob denn der Spender über einen so langen Zeitraum gespendet habe. Vera liegt mit sieben Jahren Altersunterschied zu Manuel zwischen den beiden. Das bestärkt die Vermutung, dass es sich bei dem genetischen Vater der drei um einen Langzeitspender handelt.

Bei mehreren Halbgeschwistern kommt der Aspekt dazu, mit jedem Halbgeschwister auch mehr und mehr über den Spender zu erfahren: Während Manuel und Désirée dunkelhaarig und braunäugig sind, ist Vera – ganz anders als ihre Mutter – blond und blauäugig.

Thema „Der Herkunft auf der Spur“ in der Sendung NACHTCAFÉ am 01. Dezember 2017 im SWR

Am 1. Dezember wurde in der Sendung NACHTCAFÉ zum Thema „Der Herkunft auf der Spur“ diskutiert. Der Beitrag ist in der Mediathek abrufbar.

Unter anderem dabei waren Spenderkindermitglied Christiane Dollmann, ein privater Samenspender und die Psychologin Irmela Wiemann. Der Moderator Michael Steinbrecher führte sehr einfühlsam das Gespräch. Der „Samenspender“, der aus Geldnot zu seiner Tätigkeit kam und mittlerweile 80 Kinder gezeugt habe, veranlasste zu einigen Fragen dahingehend, wie wohl die Kinder die Situation künftig erleben mögen und welche Verantwortung beim Kinderzeugen bleibt, auch wenn die alltägliche Versorgung des Kindes an andere abgegeben wird. Psychologin Irmela Wiemann sprach sich auch bei privaten Samenspenden für eine Obergrenze von Kindern pro genetischem Vater aus. Sie wies darauf hin, dass es eine tiefe Kränkung für ein Spenderkind sei, wenn der genetische Vater um des Geldes willen Samen abgegeben habe, von dem Kind als Person aber nichts wissen wolle.

Christiane Dollmann (ab 1:02:00) wurde am 1. Oktober 1983 in Wiesbaden in der Praxis von Dr. Schrapper mit dem Samen eines unbekannten Mannes gezeugt. Bislang konnte sie nicht herausfinden, wer ihr genetischer Vater ist. Was in der Sendung nicht gesagt wurde, aber hier ergänzt werden soll: Es gab eine Mitarbeiterin in der Praxis von Dr. Schrapper, die die Gespräche mit den Spendern geführt hat. Leider erinnert sich der Arzt nicht an den Namen der Mitarbeiterin. Vielleicht erinnert sich jemand anderes daran, wer diese Mitarbeiterin war? Diese Frau aus Wiesbaden könnte Christiane möglicherweise einen Schritt weiter helfen. Für Christiane war die Sendung eine ganz besondere Situation, auch, weil sie darin zum ersten Mal von ihrer Geschichte erzählte, über die sie bisher auch mit Freunden nicht gesprochen hatte.

Dokumentation „Mein Vater, der Samenspender“ am 03. Dezember 2017 in der ARD

Am 3. Dezember 2017 wurde in der Sendereihe „EchtesLeben“ in der ARD die Dokumentation „Mein Vater, der Samenspender. Auf der Suche nach einem Unbekannten“ von Julia Kaulbars ausgestrahlt.  Der Beitrag ist in der Mediathek abrufbar.

„Jörg Seerig sucht seinen Vater – ein anonymer Samenspender, der unauffindbar scheint. Die Fragen, von wem er die Hälfte seiner Gene geerbt hat, was seinen Charakter ausmacht, was ihn mit geprägt hat, bohrt in ihm wie ein inneres Loch.“ Jörg Seerig beschreibt sehr anschaulich, was bei der Suche in ihm vorgeht und vermittelt eine Ahnung von der ethischen und psychologischen Vielschichtigkeit des Themas. Bemerkenswert sind auch die reflektierenden Äußerungen des sehr menschlichen ehemaligen Reproduktionsediziners, der sein Handeln als junger Arzt heute kritisch sieht. Er spricht aus, was in dieser Dokumentation mehr als deutlich wird: Dass die moralische und psychologische Tragweite dieser Form der Familiengründung noch viele Fragen offenlässt.

Eine kleine rechtliche Ergänzung: Das Recht auf Kenntnis der eigenen Herkunft wurde in dem Urteil 1989 lediglich bestätigt, nicht geschaffen. Es ist herrschende juristische Meinung seit spätestens der 60er Jahre. Auf dieses Recht wurde bereits 1970 im Deutschen Ärzteblatt hingewiesen.

Am 3. Februar 2018 folgt ein weiterer Beitrag von Julia Kaulbars zum Thema Samenspende. Darin kommen ein weiteres Spenderkind, ein Samenspender, Experten und Reproduktionsmediziner zu Wort.

14. Halbgeschwistertreffer: Erster Halbgeschwistertreffer aus Berlin

Was lange währt, wird endlich gut. Fast vier Jahre nachdem sich Spenderkindermitglied Sunny bei unserem DNA-Test Family Finder registriert hatte, wartete eine Überraschung auf sie:

Fariba aus Kalifornien, USA, hatte erst dieses Jahr im August erfahren, dass sie ein Spenderkind ist. Nach einigen Recherchen fand sie heraus, dass der behandelnde Arzt Dr. Lübke aus Berlin war, der die Inseminationen im Auguste-Viktoria-Klinikum vorgenommen hat. Bisher gab es nur ein einziges Spenderkind, von dem wir wissen, dass es ebenfalls durch ihn gezeugt wurde: Sunny, die bereits seit 2013 im Verein und beim Family Finder registriert ist.

Zwei Monate später kam die Bestätigung des DNA-Abgleichs, dass tatsächlich ein direkter Verwandschaftsgrad besteht – was für ein Zufall und eine schöne Bereicherung für die beiden Schwestern. Auch wenn ein Treffen bei der Entfernung erst einmal nicht möglich ist, stehen beide in regem Kontakt und freuen sich darüber, sich gefunden zu haben.

16. Familienkongress „Vater, wo bist Du?“ am 11. und 12. November 2017 in Halle

Der Verein Väteraufbruch für Kinder e. V. (VafK) veranstaltete am 11. und 12. November 2017 in Halle seinen 16. Familienkongress. Der VafK möchte die Rechte von Vätern stärken und setzt sich dafür ein, dass Kinder einen klar geregelten Anspruch auf alle Eltern haben. Der Verein wird auf der politischen Ebene ernstgenommen und regelmäßig befragt. So auch im Rahmen zur Einführung des Spenderregistergesetzes, wo er klar Position bezog, bei Spenderkindern den biologischen Vaters in das Geburtsregister einzutragen.

Bei der Jahrestagung mit dem Titel „Vater, wo bist Du? Kindeswohlgefährdung durch Eltern-Kind-Entfremdung oder Kontaktabbruch“ waren circa 140 Teilnehmer. In etlichen Beträgen, Workshops und einem Podiumsgespräch wurden die Ursachen und Verläufe von Eltern-Kind-Entfremdungen erkundet.

Der Verein Spenderkinder war zum Podiumsgespräch mit eingeladen und wurde durch mich (Spenderkinder-Mitglied Sven) vertreten. Als Tagungsgast verfolgte ich auch andere Beiträge, die im Folgenden zusammengefasst werden.

Kinder bestimmen selbst, wer zu ihrer Familie gehört

Eröffnet wurden die Fachbeiträge von der Psychologin Dr. Katharina Behrend mit einem Vortrag über die Folgen von Eltern-Kind-Entfremdung nach Trennung oder Scheidung der Eltern. Die Referentin erklärte, dass seit einigen Jahren bei Jugendämtern und an Familiengerichten ein Paradigmenwechsel stattfinde. Die kindzentrierte Sicht werde bei Trennungen der Eltern immer mehr als Ausgangspunkt angenommen. Dr. Behrend schilderte eindrucksvoll, wie Kinder das Bedürfnis nach allen (beiden) Eltern äußern. Kinder bestimmen, wer zu ihrer Familie gehört und wer für sie welche Rolle einnehmen sollte. Wenn getrennte Eltern mit einem bzw. einer Dritten ein neues Paar bilden, dann wird er oder sie nicht automatisch zu Vater oder Mutter. Kinder bestimmen selbst, wie sie (neue) Familienmitglieder nennen möchten. Bei Kontaktabbruch zwischen dem Kind und einem Elternteil verfalle das Kind in den Modus des „aktiven Wartens“. Im Falle des Kontaktabbruchs zum Vater während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt lebe das Kind in einer passiven Fernbeziehung zu einem Unbekannten. Eltern, die dem Kind den anderen Elternteil vorenthalten, gefährden das Wohl des Kindes. Folgen sind gestörte Identitätsbildung und langfristig Bindungs-/Verlust- und Vertrauensängste und Konfliktmeidung, um nicht „mitschuldig“ an der Situation zu werden.

Gesundheitliche Folgen für Kinder bei Abwesenheit eines Elternteils

Prof. Dr. Matthias Franz (Universitätsklinik Düsseldorf, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, forscht zur entwicklungspsychologischen Bedeutung des Vaters) ging mit einer Menge Statistiken und internationalen Studien (andere Länder sind auf dem Gebiet der Familienforschung deutlich weiter) auf die gesundheitlichen Folgen für Kinder bei Familienkonflikten ein. Grundsätzlich stellte er klar, dass Kinder nicht die Familienform an sich belaste, sondern das jeweilige Ausmaß der (offenen oder verdeckten) Konflikte. Sind die Eltern oder ein Elternteil abwesend, so fielen kleine Kinder in Ängste und Betroffenheitszustände. Kopf- und Rückenschmerzen, Reizmagen, Asthma und Angsterkrankungen seien oft Jahre später auftretende psychosomatische Effekte bei Trennungskindern, vor allem bei Kontaktabbruch eines Elternteils, was meist der Vater sei. Väter mit Kontaktabbruch zu ihrem Kind wie auch Stiefväter, die mit ihrem „sozialen“ Kind zusammenleben, neigen zu einer deutlich höheren Affinität zu Drogen wie Alkohol oder Nikotin. Laut Prof. Franz könne so ein Gefühl des Alleinseins kompensiert werden, welches durch die ständige Konfrontation mit dem nicht „eigenen“ leiblichen Kind herrühre. Für Kinder sei das Fehlen des Vaters eine eindeutige Risikoquelle für Krankheiten, Suchtverhalten und Delinquẹnz. Mit „Fehlen des Vaters“ meinte Prof. Franz meist die komplette Abwesenheit. Aber Männer, die „nur“ eine Vaterrolle einnehmen, könnten auch die Identitäts- und Autonomieentwicklung des Kindes beeinträchtigen. Nicht nur fehlende Väter, sondern auch „dysfunktionale“ Väter könnten lebenslange Auswirkungen auf das Kind haben, da es sich nicht mit dem Vater identifizieren könne. Daher lautete auch bei diesem Beitrag der Schlussappell, dass das Kind selbst die Menschen bestimmen solle, von denen es emotional und identifikatorisch abhängig sein möchte. Das sei schwierig, wenn der Vater nicht zur Verfügung stehe.

Kindeswohlgefährdung beginnt nicht erst mit körperlicher Gewalt

Sehr praxisorientiert schilderte Marc Serafin als Leiter des Niederkasseler Jugendamtes die Möglichkeiten der Jugendhilfe bei Eltern-Kind-Entfremdungen. Er hält zwei (derzeit in der Jugendhilfe einsetzende) Paradigmenwechsel für maßgeblich: Erstens werde die Rolle des Vaters deutlich aufgewertet. Zweitens beginne Kindeswohlgefährdung nicht erst bei Schlägen, sondern bei Lebenslügen, Instrumentalisierung der Kinder und fehlender Identitätsentwicklung durch Vorenthaltung eines Elternteils. Serafin präferiert klar das sogenannte Doppelresidenzmodell für Trennungskinder und fordert eine deutliche Aufwertung der Vaterrolle. Das heiße nicht nur, dass Jugendämter und Gerichte den Vätern mehr Zeit mit ihren Kindern geben, auch wenn die Mütter das nicht wünschen, sondern bedeute auch, dass Väter verpflichtet werden können, Umgang mit ihren Kinder zu haben. Wenn der Vater den Kontakt zu ihnen aktiv abbreche oder ihn passiv auslaufen lasse, könnten sich Trennungskinder massiv gekränkt fühlen. Eltern, die den fehlenden Elternteil abwerten, wiedersprächen oftmals den Gefühlen und Wertungen, die das Kind gegenüber dem fehlenden Elternteil habe.

Die angebotenen Workshops behandelten im Sinne der teilnehmenden Eltern sehr praxisnah verschiedene Themen wie „Überlebensstrategien betroffener Eltern“, „Familienrecht“, „Kinderschutz für Trennungskinder“.

Ausgegrenzte und geflüchtete Väter

Den Tagungsabschluss bildete das Podiumsgespräch „Vater, wo bist Du? Ausgegrenzte und flüchtende Väter“. Weitere Podiumsgäste waren Regina Deertz, Karin Kokot und Dr. Charlotte Michel-Biegel. Frau Deertz ist Autorin des Buches „Mondpapa“. Sie beschrieb, warum sie als Sozialpädagogin und Kindertherapeutin ein Buch für drei- bis sechsjährige Kinder mit abwesenden Vätern (die weit weg, wie auf dem Mond lebten, daher der Titel …) schrieb: Damit sich die Kinder nicht alleine fühlen, wenn im Kindergarten „Vatertag“ gefeiert wird. Damit die Kinder besser damit zurechtkommen, wenn sie nie von ihrem Vater abgeholt werden; wenn sie kein Foto von ihm im Familienalbum haben usw.

Karin K. schilderte ihre sehr persönliche Geschichte als Trennungskind, das seinen Vater entbehren musste. Sie erzählte von dem Leben mit einer sehr dominanten Mutter, die die Briefe des Vaters an die Kinder vorenthielt und die ihre Lügen auf ihre Kinder übertrug. Und sie erzählte, dass sie nun selbst Mutter ist, die keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern hat. Besprochen wurden die Fragen von transgenerationellen Wirkungsmechanismen von Eltern-Kind-Entfremdung sowie von jahrzehntelangen Familiengeheimnissen, die niemals für irgendjemanden gut sind.

Frau Dr. Michel-Biegel schilderte ihre Arbeit als Sozialarbeiterin und ihre Erfahrungen mit entfremdeten Eltern und Kindern. Ihr Fazit fällt klar aus: Weder Vater noch Mutter können sich aussuchen, ob sie Verantwortung haben möchten oder nicht. Sie haben sie mit der Geburt, ja der Zeugung des Kindes von Anfang an. Viele während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt flüchtende Väter seien mit der neuen Situation und ihrer neuen Rolle vollkommen überfordert. Hier gelte es – so banal es klingen möge – vor der Zeugung eines Kindes aufzuklären, dass sie lebenslange Konsequenzen für alle Beteiligten nach sich ziehe.

Abwesende Väter

Als Spenderkind, das erst spät von seiner Herkunft erfuhr, als es einem Familiengeheimnis auf die Spur kam, versuchte ich aus meiner Spenderkindersicht die Frage(n) nach der Rolle des Vaters zu ergründen. Hilfreich war mir vor allem auch unsere Diskussion „Spender oder Vater“, die wir in diesem Jahr hatten. Im Gegensatz zu den auf der Tagung im Fokus stehenden Kindern brach unser Vater nicht nach der Geburt den Kontakt ab oder flüchtete während der Schwangerschaft, sondern weder wir, noch gar unsere Mütter hatten jemals Kontakt zu ihm. Er war noch nicht einmal bei unserer Zeugung anwesend. Von vielen Spenderkindern wird die Abwesenheit des eigenen biologischen Vaters als eine maßgebliche Leerstelle im Leben und in der Identitätsfindung angesehen. Abgesehen von meiner persönlichen Sichtweise auf Vaterrolle(n) und Vaterentbehrung sprachen wir darüber, wie auch nach Jahrzehnten Kinder mit ihren leiblichen Eltern und (Halb-)Geschwistern in Kontakt kommen können. Und anhand der Rückmeldungen aus dem Publikum, das sich insbesondere aus Eltern zusammensetzte, die keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern haben, können unsere Spenderkindergeschichten ermutigen: Obwohl viele von uns einen (oder gar mehrere) „sozialen“ Vater haben, möchten sie den biologischen kennenlernen. Für manche der entfremdeten Eltern kann diese Erkenntnis ein wichtiges Mittel im „aktiven Warten“ auf ihre Kinder sein – und nicht aufzugeben.

Die Expertise der Spenderkinder

Interdisziplinär Positionen austauschen, gemeinsame Ziele definieren – auf dem Familienkongress des VafK war dies möglich. Die Erfahrungen und die Sicht der Spenderkinder mit den Anliegen unseres Vereins betreffen nicht nur den Bereich der Reproduktionsmedizin, sondern sie beziehen sich auf gesamtgesellschaftliche Fragen, die die Tagungsorganisatoren selbst stellten: „Wie ernst ist dieser Gesellschaft das Kindeswohl? Wie muss Kinderschutz gestaltet werden, dass das Leitmotiv ‚Allen Kindern beide [alle, Anm. Sven] Eltern!‘ auch unter schwierigen Bedingungen von Anfang an Bestand hat?“

 

Autor: Sven