Psychologische Studien

Zur Familienbildung mit Hilfe von Samen- oder Eizellspende gibt es seit den 90er Jahren einige meist englischsprachige Untersuchungen und Studien. Die Ergebnisse der wichtigsten geben wir hier getrennt nach den Hauptakteuren Spenderkinder, Eltern und Spender und mit jeweiliger Fundstelle zusammengefasst wieder. Für alle, die die Studien gerne im Original nachlesen möchten, lohnt sich der Blick in die Fußnoten, denn die meisten Studien können über die links kostenlos im Internet gefunden werden. Zur Repräsentativität der Studien haben wir uns in einem Blogeintrag Gedanken gemacht. Falls eine wichtige Studie nicht erwähnt wird, freuen wir uns über eine Nachricht!

I. Spenderkinder

  1. Nicht aufgeklärte Spenderkinder
  2. Wirkung der Aufklärung auf Familien
  3. Familiensituation aus der Sicht spät aufgeklärter Spenderkinder
  4. Gefühle spät aufgeklärter Spenderkinder
  5. Familiensituation nach Familientyp
  6. Gefühle zur Zeugung durch Samenspende
  7. Gefühle gegenüber Eltern
  8. Gefühle gegenüber dem Spender
  9. Wunsch nach Kontakt zum Spender
  10. Gründe für Wunsch nach Kontakt zum Spender
  11. Unterschiede in der Suche nach dem Spender nach Familientyp
  12. Wirkung der Suche auf die Ausgangsfamilie
  13. Erfahrungen bei der Suche nach dem Spender und Halbgeschwistern

II. Eltern

        1. Qualität der Eltern-Kind-Beziehung
        2. Auswirkungen auf die Beziehung zwischen den Eltern
        3. Gefühle der Eltern in Bezug auf die Samenspende
        4. Gefühle gegenüber dem Spender
        5. Aufklärungsrate
        6. Aufklärung nach Familientyp
        7. Gründe für Nicht-Aufklärung
        8. Auswirkungen der Nicht-Aufklärung aus Sicht von Eltern mit erwachsenen Kindern
        9. Gründe für Aufklärung
        10. Einfluss auf Entscheidung für Aufklärung
        11. Empfohlenes Alter der Aufklärung
        12. Erfahrungen der Eltern mit Aufklärung
        13. Gefühle zu Kontakt des Kindes zum Spender
        14. Kontaktsuche der Eltern zu Halbgeschwistern und Spendern

III. Spender

      1. Motivation für die Spende
      2. Bild des Samenspenders
      3. Wünsche der Spender
      4. Gedanken der Spender zu ihrer Spende und den Kindern
      5. Bedeutung der Anonymität und Bereitschaft zu Kontakt mit Spenderkindern
      6. Bereitschaft zu Kontakt nach Familienhintergrund des Spenders
      7. Veränderungen des Hintergrunds der Samenspender bei Verbot anonymer Spenden
      8. Erwartungen an Kontakt zu Spenderkindern
      9. Erfahrungen mit Kontakt zu Spenderkindern

I. Spenderkinder

1. Nicht aufgeklärte Spenderkinder

Eine mehrphasige europäische Vergleichsstudie aus den Jahren 1996 und 2002 zu 100 Familien aus einer Samenspende, von denen weniger als 10 % ihre Kinder aufgeklärt hatten, ergab dass die Eltern-Kind-Beziehung von emotionaler Wärme geprägt war und bei den Kindern kein Hinweis auf psychologische Probleme bestanden.1 Bei der ersten Phase der Studie waren die Kinder zwischen 4 und 8 Jahren alt, bei der zweiten zwischen 10 und 12. Die Studie wird oft als Beweis dafür angeführt, dass die Geheimhaltung der Familiengründung durch Samenspende nicht schädlich für die Familieninteraktion ist. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass wenige Spenderkinder von psychologischen Problemen aus der Zeit der Nicht-Aufklärung berichten, sondern eher, dass sie das Gefühl hatten, dass „etwas nicht stimmt“ oder sich die Eltern seltsam verhalten. Es ist fraglich, ob solche Feinheiten in einer Studie herausgefunden werden können, und ob sich diese Wahrnehmungen nicht möglicherweise auch erst in im späteren Teenager- oder Erwachsenenalter zeigen.2

In einer britischen Studie aus dem Jahr 2013 mit 24 Familien aus Samenspende, bei denen nur 29 % aufgeklärt waren, zeigten allerdings die Kinder gegenüber ihrem Vater negativere Gefühle als die Vergleichsgruppen der Kinder aus Eizellspenden oder natürlich gezeugte Kinder. Die Autoren vermuten keinen Zusammenhang mit der fehlenden genetischen Verwandtschaft, sondern mit familiären Spannungen aufgrund der hohen Nichtaufklärungsquote. Allerdings wurde nicht zwischen aufgeklärten und nicht-aufgeklärten Kindern unterschieden.3

2. Wirkung der Aufklärung auf Familien

In der oben genannten Folgestudie aus den Jahren 1996 und 2002 wurde in den wenigen Familien mit aufgeklärten Spenderkindern weniger Konflikte zwischen Müttern und Kindern festgestellt, was die Autoren als Beweis dafür werteten, dass sich ein offener Umgang mit der Samenspende positiv auf die Familienbeziehungen auswirkt.4

3. Familiensituation aus der Sicht spät aufgeklärter Spenderkinder

In einer Studie aus dem Jahr 2000 über 16 spät aufgeklärte erwachsene Spenderkinder im Alter zwischen 20 und 55 berichteten die Betroffenen, dass sie auch vor der späten Aufklärung über die Samenspende oft das Gefühl gehabt hätten, dass etwas nicht richtig in ihrer Familie war, von einem Elternteil innerlich abgelehnt wurden oder ihr Vater sich ihnen gegenüber sehr unsicher verhalten habe. Die Autoren werteten dies als Beleg dafür, dass die Geheimhaltung der Samenspende in Familien den Kindern schadet, da Kinder verborgene Hinweise erkennen und aufnehmen.5 Auch in einer qualitativen Untersuchung von 25 spätaufgeklärten australischen Spenderkindern und Adoptierten aus dem Jahr 2013 erinnern sich viele Teilnehmer an unerklärliche Spannungen und Dynamiken in ihrer Familie wie dass ihre Väter es vermieden, mit ihnen über Ähnlichkeiten und Abstammung zu sprechen.6

4. Gefühle spät aufgeklärter Spenderkinder

Menschen, die erst im Erwachsenenalter über ihre Abstammung aus einer Samenspende aufgeklärt werden, müssen eine Phase der Neubewertung ihrer Identität und ihres Selbstbildes bewältigen, die von Schock, Unglauben, Wut, Unsicherheit und Ungewissheit begleitet werden kann.7 Oft wird die Geheimhaltung der Abstammung als Machtausnutzung der Eltern gesehen, mit Reaktionen von Wut, Verbitterung über die Lügen und die Täuschung begleitet und als Vertrauensbruch gewertet.8 Nach der Studie von Riley zu 25 spätaufgeklärten australischen Spenderkindern und Adoptierten aus dem Jahr 2013 empfinden die Betroffenen nach einer Aufklärung im Erwachsenenalter vor allem den Eindruck von Kontrollverlust über ihr eigenes Leben. Sie haben das Gefühl, dass ihnen eine falsche Identität auferlegt wurde und dass sie sich anders entwickelt hätten, wenn sie das Wissen über ihre Abstammung gehabt hätten.9 Der Wunsch, mehr Informationen über den Spender und seine Familie, insbesondere Aussehen, Bildungsstand, Interessen und Details über seine Gesundheit zu erfahren, stellt Teil der Wiederherstellung der persönlichen Identität dar. Sie sehen den Spender nicht nur als „Biologie“, sondern als jemanden, der Informationen über Ethnizität, Herkunft und Verwandtschaft beinhaltet, einen Vater, ein Familienmitglied. Wenn diese Informationen nicht erhältlich sind, ist dies schmerzvoll und frustrierend und kann Gefühle eines Stigmas, als Spenderkind weniger Rechte zu haben, verstärken.10

In der Studie von Turner und Coyle aus dem Jahr 2000 schildern viele Teilnehmer ein Gefühl des Verlorenseins, weil sie ihren biologischen Vater nicht kennen, sich von ihm unerwünscht fühlen und sich als Ergebnis einer emotionslosen medizinischen Prozedur sehen. Sie äußerten auch Schwierigkeiten, mit anderen über ihre Zeugungsart zu sprechen.11 Spätaufgeklärte Spenderkinder äußern oft, dass andere Menschen ihre Gefühle über ihre Zeugungsart nicht verstehen.12 Um die Gefühle der Spätaufgeklärten von Nichtanerkennung, Vertrauensverlust, Zorn, Frustration, Schmerz oder Verlust zu lindern, müssen diese als real existierend, erwartbar, und am wichtigsten, als zulässige Reaktion auf das anerkannt werden, was ihnen passiert ist.13

5. Familiensituation nach Familientyp

Auch wenn die Kinder über die Zeugung durch Samenspende aufgeklärt sind, kann in der Familie ein Klima der Geheimhaltung existieren. Genauso können Spannungen bestehen, wenn die Kinder Interesse an dem Spender äußern oder sich sogar auf die Suche nach ihm machen. Aus der Perspektive der Spenderkinder treten diese Spannungen vor allem in heterosexuellen Familien auf.14 Spenderkinder in heterosexuellen Familien werden in einem späteren Alter aufgeklärt als in homosexuellen Familien. In einigen Fällen ist dem sozialen Vater nicht einmal bewusst, dass das Kind von der Samenspende weiß.

Viele Spenderkinder äußern Schwierigkeiten, über das Thema mit ihrem sozialen Vater zu sprechen. Sie befürchten insbesondere, dass die fehlende genetische Verwandtschaft traurig für den sozialen Vater ist und er sich bei Gesprächen über den Spender zurückgestoßen oder ausgeschlossen fühlt.15 Daher fühlen sich Spenderkinder oft unwohl dabei, Interesse an dem Spender gegenüber ihrem sozialen Vater zu offenbaren. In vielen Familien weiß der soziale Vater nicht, dass die Kinder nach dem Spender oder Halbgeschwistern suchen. Viele soziale Väter vermeiden in der Wahrnehmung der Spenderkinder, über die Samenspende zu sprechen, und ein Viertel der Väter, die von der Suche nach dem Spender wussten, lehnen dies ab. Die Autoren halten es für wahrscheinlich, dass die Vermeidung des Themas in Kombination mit Kritik an der Suche die Beziehung zwischen Spenderkind und sozialem Vater negativ beeinflusst.16

6. Gefühle zur Zeugung durch Samenspende

Die meisten Studien stimmen überein, dass die Gefühle von Spenderkindern zu ihrer Zeugung durch eine Samen- oder Eizellspende von dem Alter beeinflusst werden, in dem sie hiervon erfahren. Menschen, die erst im Erwachsenenalter von ihrer Zeugung durch einen Spender erfahren, berichten eher negative Gefühle wie Verwirrung gegenüber ihrer Zeugungsart als solche, die hiervon bereits als Kinder oder Teenager erfahren haben.17 Bei einer frühen Aufklärung nehmen die Kinder die Zeugungsart dagegen eher faktisch und weniger emotional auf18 und können das Wissen in ihr Selbstbild integrieren19. Dementsprechend berichteten in einer Studie zu den Einstellungen von US-amerikanischen Spenderkindern im Alter zwischen 12 und 17 mit einem offenen Spender drei Viertel der Jugendlichen, dass sie schon immer von ihrer Zeugungsart gewusst hätten, und sich damit einigermaßen oder sehr wohl fühlten. 44 % der Teilnehmer berichteten, ihre Zeugungsart habe keine besondere Auswirkung auf ihr Leben.20 Eine Studie aus dem Jahr 2008 fand dagegen keinen Zusammenhang zwischen dem Alter der Aufklärung und der Einstellung zur Zeugung durch Samenspende.21

In einer Studie aus dem Jahr 2010 mit 86 erwachsenen Spenderkindern, bei denen mehr als die Hälfte erst als Erwachsene aufgeklärt wurden, äußerten mehr als die Hälfte der Teilnehmer, dass nur offene Spenden erlaubt sein sollten. 28.2% meinten dagegen, dass auch anonyme Spenden mit verschiedenen Abstufungen von nichtidentifizierenden Informationen akzeptabel seien. 52,9 % würden selbst keine Samenspende zur Familiengründung verwenden, 62.4 % würden nicht selbst Samen oder Eizellen spenden.22 In einer Studie von 2013 mit 314 Spenderkindern äußern 44 % der Teilnehmer, dass Samenspender nur spenden sollten, wenn sie bereit sind, ihre Identität zu offenbaren.23

7. Gefühle gegenüber Eltern

Ebenso wie bei der allgemeinen Einstellung von Spenderkindern zur Zeugung durch Samen- und Eizellspende hängen die Gefühle gegenüber den Eltern stark von dem Alter der Kinder zum Zeitpunkt der Aufklärung ab.24 Spät aufgeklärte Spenderkinder beurteilen die späte Aufklärung eher als negativ für die Beziehung zu ihren Eltern und fühlen sich häufig betrogen und angelogen.25 Früh aufgeklärte Kinder äußern dagegen häufiger, dass die Aufklärung für sie keinen Unterschied im Verhältnis zu ihren Eltern bedeutet.26 In einer Studie von 2004 mit 29 früh aufgeklärten US-amerikanischen Spenderkindern im Alter zwischen 12 und 17 äußerten fast alle Teilnehmer, die Aufklärung habe eine neutrale bis positive Auswirkung auf die Beziehung zu ihrer Mutter und auf den anderen Elternteil gehabt.27

Nach einer Studie von 2009 reagierten die Spenderkinder heterosexueller Eltern bei einer späten Aufklärung unterschiedlich auf die jeweiligen Elternteile. Während das häufigste Gefühl gegenüber dem sozialen Vater Mitgefühl war, empfanden viele Spenderkinder gegenüber ihrer Mutter Wut darüber, angelogen worden zu sein. Die Autoren vermuten als Grund für diese unterschiedliche Reaktion, dass Kinder eher mit ihren Müttern über Beziehungsthemen sprechen und dass die Mütter lügen müssten, um die Wahrheit zu verheimlichen, oder Gelegenheiten zur Aufklärung verpasst hatten.28

8. Gefühle gegenüber dem Spender

In einer Studie über früh aufgeklärte Spenderkinder zwischen 12 und 17 Jahren mit einem offenen Spender aus dem Jahr 2005 äußerten die Teilnehmer generell positive Gefühle gegenüber dem Spender. Das am häufigsten geäußerte Gefühl war Neugier.29

Nach einer Studie aus dem Jahr 2013 mit 314 erwachsenen Spenderkindern mit größtenteils anonymen Spendern bezeichnen diese den Samenspender meistens als “Samenspender” (37%), “biologischen Vater” (35%), und “Spender” (35%) – Bezeichnungen, die seine Wahrnehmung als Person ausdrücken, obwohl dieser anonym gespendet hat. Damit weisen sie die Wertung zurück, dass der Spender den biologischen Akt der Zeugung von den sozialen Konsequenzen trennen kann.30 Sie sehen den Spender als Teil von sich selbst und nicht als ihren Eltern zugeordnet.31

9. Wunsch nach Kontakt zum Spender

Sowohl nach einer Studie aus dem Jahr 2011 mit 74 Teilnehmern wie auch nach einer Studie aus dem Jahr 2013 mit 314 Teilnehmern möchten über 80 % der darin befragten Spenderkinder Kontakt zum Spender aufnehmen.32 Das Interesse an Kontakt zu dem Spender nimmt zu mit dem Alter der Teilnehmer und dem Alter, in dem sie über die Samenspende informiert wurden.33 Jedoch hielten auch in einer Studie mit jugendlichen Spenderkindern zwischen 12 und 17 mit einem offenen Spender es mehr als 80 % der Teilnehmer für zumindest wahrscheinlich, dass sie später (wenn auch nicht unbedingt direkt mit 18) einen Kontakt zum Spender herstellen werden. Die meisten Jugendlichen möchten den Kontakt am liebsten indirekt über die Samenbank oder per email herstellen, um nicht in das Leben des Spenders einzudringen. Das widerspricht deutlich dem oft geäußerten Klischee, dass die Kinder unvermittelt vor der Wohnungstür des Spenders auftauchen.34 Auch in einer Studie mit 20 Kindern aus Eizell- und Samenspenden im Alter von 7 bis 10 äußerten einige Kinder bereits in diesem Alter Interesse, den Spender oder die Spenderin in der Zukunft kennenzulernen.35

Nach einer Studie von 2010 beeinflusst eine positive Beziehung zum sozialen Vater nicht das Interesse der Spenderkinder an dem Spender oder den Wunsch, nach dem Spender zu suchen.36 Auch Spenderkinder mit heterosexuellen Eltern weisen die Idee zurück, dass der soziale Vater alle Informationen oder Liebe bieten kann, die sie benötigen.37 Da die Studien über das Interesse von Spenderkindern an Kontakt zum Spender eine deutlich höhere weibliche Teilnehmerzahl haben, wird vermutet, dass weibliche Spenderkinder ein größeres Interesse an der Suche nach dem Spender und Halbgeschwistern haben, was den Ergebnissen von Adoptionsstudien entspricht.38

10. Gründe für Wunsch nach Kontakt zum Spender

Die meisten Spenderkinder äußern als Grund für den Wunsch nach Kontakt zum Spender, dass sie mehr über ihn erfahren möchten, insbesondere über sein Aussehen.39 Sie erwarten dass dies ihnen helfen wird, auch mehr über sich zu erfahren. Wissen über das Aussehen des Spenders ermöglicht es ihnen, sich selbst mit einem tatsächlich existierenden Menschen zu vergleichen und auch die Vorstellung des unbekannten biologischen Elternteils mit der Realität abzugleichen.40 Weitere Gründe sind der Wunsch nach Informationen über die Abstammung und die Gesundheitsgeschichte. Hierhinter steht vermutlich, dass Spenderkinder bei jeder Frage nach familiären Vorbelastungen an die Bedeutung der Gene erinnert werden.41 Für Spenderkinder, die selbst bereits eigene Kinder haben, ist die Suche eine Möglichkeit, auch für ihre Kinder die Abstammung zu klären, denen ebenfalls einen Teil ihres genetischen Hintergrundes fehlt.42

Spät aufgeklärte Spenderkinder suchen eher nach Halbgeschwistern und aus medizinischen Gründen nach dem Spender. Früh aufgeklärte Spenderkinder suchen dagegen eher aus Neugier nach dem Spender und weil sie ihn treffen möchten.43

Nur etwa zwei Fünftel der Spenderkinder, die Kontakt zum Spender aufbauen möchten, wünschen sich eine Beziehung zu ihm.44 Dieser Wunsch wird häufiger von Spenderkindern mit alleinstehenden Müttern geäußert.45

11. Unterschiede in der Suche nach dem Spender nach Familientyp

Das Interesse am Spender wird stark von der sexuellen Orientierung der Eltern beeinflusst: in einer Studie aus dem Jahr 2011 mit 74 Teilnehmern gaben 35 % der Kinder aus heterosexuellen Familien und 72 % der Kinder aus lesbischen Familien an, dass sie im Alter von 11 Jahren erstmals Interesse an mehr Informationen über den Spender entwickelt hatten, im Alter von 18 Jahren waren dies 65 % der Kinder aus heterosexuellen Familien und 95 % der Kinder aus lesbischen Familien.46

Es ist jedoch möglich, dass die Kinder heterosexueller Eltern weniger wahrscheinlich nach dem Spender und Halbgeschwistern suchen, weil sie ihre Eltern nicht verunsichern möchten, oder weil ihre Eltern sie gebeten haben, nicht zu suchen. In einer Studie aus dem Jahr 2010 mit 165 Spenderkindern zwischen 13 und 61 Jahren hatten nur 29 % der Spenderkinder mit heterosexuellen Eltern ihrem sozialen Vater von der Suche nach dem Spender oder Halbgeschwistern erzählt, während dies 89 % der Spenderkinder mit lesbischen Eltern getan hatten.47 Dem entspricht eine Untersuchung von 74 Spenderkindern aus dem Jahr 2011, wonach ein Viertel der Spenderkinder mit heterosexuellen Eltern äußerte, dass sie über ihre Suche nach dem Spender nicht mit ihrem sozialen Vater sprechen können.48

12. Wirkung der Suche auf die Ausgangsfamilie

Spenderkinder möchten selbst darüber entscheiden, ob und wann sie Kontakt zu dem Spender aufnehmen. Sie denken nicht, dass Kontakt zum Spender ihre Ursprungsfamilien beeinflussen wird.49 Die Suche nach dem Spender stellt dennoch eine Herausforderung für ihre Familie dar, weil sie damit zum Ausdruck bringen, dass trotz des Aufwachsens mit ihren Eltern ein Dritter Bedeutung für sie besitzt.50

Spenderkinder mit heterosexuellen Eltern möchten den Spender öfter als solche mit lesbischen Eltern kontaktieren, um mehr über ihre Abstammung herauszufinden. Damit weisen sie ihre Geburtsfamilie nicht zurück, fügen aber weitere Verwandte hinzu. Sie verstehen Verwandtschaft sowohl als soziales wie auch als biologisches Phänomen.51 Spenderkinder mit lesbischen Eltern messen der anderen Familie dagegen eher keine besondere Relevanz zu, weil sie bereits Teil einer sozialen Familie darstellen und eine genetisch basierte, normative Verwandtschaftsstruktur ihrem Aufwachsen mit zwei Müttern widersprechen würde. Sie äußern gegenüber ihren Eltern jedoch, dass diese den Wunsch nach Wissen über die biologischen Wurzeln (und nicht Abstammung oder Verwandtschaft) als normal akzeptieren sollen. Damit stellen sie möglicherweise ein Familiencredo in Frage: dass Biologie keine Rolle spielt und sie nur das Produkt der Liebe von zwei Müttern darstellen.52

13. Erfahrungen bei der Suche nach dem Spender und Halbgeschwistern

Bei einer Untersuchung von 165 größtenteils US-amerikanischen Spenderkindern zwischen 13 und 61 Jahren aus dem Jahr 2010 hatte ein Drittel der Teilnehmer Halbgeschwister und knapp ein Zehntel den Spender ausfindig gemacht. 8 % hatten den Spender kennengelernt. Bei Kontakt zu dem Spender beinhaltete dies teilweise auch Kontakt zu den Kindern des Spenders und seinen Eltern und führte damit zu erweiterten Familienbeziehungen zu Verwandten, mit denen sie nicht gemeinsam aufgewachsen waren. 80 % der Teilnehmer, die ihren Spender kennengelernt hatten, beschrieben dies als positive oder sehr positive Erfahrung. Etwa die Hälfte stand in monatlichem Kontakt mit dem Spender, 40 % alle ein bis drei Monate und 10 % seltener als vierteljährlich. 85 % der Spenderkinder, die ihre Halbgeschwister treffen konnten, werteten dies als positive oder sehr positive Erfahrung. Bei etwa der Hälfte bestand mindestens monatlicher Kontakt, und je etwa ein Viertel hatten alle 1-3 Monate oder weniger als vierteljährlich Kontakt.53

In einer qualitativen Studie aus dem Jahr 2012 zu 8 Spenderkindern zwischen 44 und 65 Jahren, die sowohl die Identität ihres Spenders als auch ihrer Halbgeschwister erfahren und Kontakt zueinander aufgenommen haben, berichten die Teilnehmer, dass sie durch die Entdeckung der Identität des Spenders und den Kontakt zu Halbgeschwistern ein tieferes und informierteres Verständnis von genetischen und sozialen Beziehungen und deren Interaktionen gewonnen hätten.54 Die Entdeckung von Spender und Halbgeschwistern war für sie ein sehr emotionales Ereignis. Bei dem ersten Treffen der Halbgeschwister habe man nach Ähnlichkeiten im Aussehen, dem Verhalten und anderen Charakteristika gesucht. Sowohl der Kontakt zu den Halbgeschwistern wie auch das Wissen, wer ihr Spender war, stellt einen wesentlichen Bestandteil der Redefinition ihrer Identität dar. Darüber hinaus beschrieben die Studienteilnehmer es als Freude, eine Gruppe von Menschen kennenzulernen, die zuvor Fremde waren, aber mit denen sie viele Gemeinsamkeiten entdeckten. Viele bedauerten, dass sie sich erst zu einem späten Zeitpunkt in ihrem Leben kennengelernt hatten. Dabei waren den Teilnehmern die Besonderheiten ihrer Verbindung bewusst: viele nutzten Anführungszeichen, wenn sie von den anderen Teilnehmern als ihrer Familie oder als Bruder oder Schwester sprachen. Für einige führte die Entdeckung der neuen Familienbeziehungen auch zu einer Neubewertung der Dynamik ihrer bereits bestehenden Familienbeziehungen zu ihrem sozialen Vater und dessen Teil der Familie.

II. Die Eltern

1. Qualität der Eltern-Kind-Beziehung

Nach der europäischen Vergleichsstudie „European Study of Assisted Reproduction Families“ von Golombok und anderen aus den Jahren 1996 und 2002 ist die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung in den Familien mit Kindern aus IVF, Samenspende und Adoption besser als in den Familien mit natürlicher Zeugungsweise. Die Autoren zogen hieraus den Schluss, dass eine genetische Verwandtschaft zwischen Eltern und Kind weniger wichtig für die Familienbeziehung ist als ein starker Kinderwunsch.55 Nach einer neueren Studie aus dem Jahr 2011 investieren jedoch Spenderkinder-Eltern nicht mehr in die Elternschaft und sind auch nicht robuster gegenüber Bedrohungen, die ihr Engagement beeinträchtigen können.56

Bei einer Untersuchung von 59 Spenderkinder-Familien mit Kindern zwischen 7 und 10 beeinträchtigte das Fehlen einer genetischen Verbindung nicht das Gefühl der Nähe der Kinder zu ihren Eltern.57 Auch bei einer Untersuchung von 24 Spenderkinder-Familien mit Kindern im Alter von 7 Jahren unterschied sich die Qualität der Beziehung der Väter zum Kind in Bezug auf emotionale Wärme und Engagement nicht von Vätern, die ihre Kinder durch Eizellspende oder auf natürlichem Wege gezeugt hatten und damit genetisch mit dem Kind verwandt sind.58

2. Auswirkungen auf die Beziehung zwischen den Eltern

Bei einer Familiengründung durch Samenspende besteht zwischen den Eltern eine ungleiche Ausgangslage, da das Kind nur mit der Mutter genetisch verwandt ist. Die Mutter könnte in der Beziehung aus diesem Grund mehr Einfluss auf die Kinder nehmen.59 In einer Studie aus dem Jahr 2005 bereute zwar keiner der befragten Eltern die Entscheidung für eine Samenspende, aber beide Elternteile schilderten Trauer über das Fehlen einer genetischen Verbindung, die teilweise durch Schuldgefühle und Sorge um die Gefühle des nicht-genetischen Elternteils verkompliziert wurde.60

Insbesondere bei einer Geheimhaltung der Familiengründung durch Samenspende beeinträchtigt das Geheimnis die Beziehung. Freunde und Verwandte, die nach vererbten Charakteristika in dem Kind suchen, verstärken diesen Druck, da Gespräche über vererbte Ähnlichkeiten die ständige Bedrohung symbolisieren, dass ihre Kinder möglicherweise aufgrund ihrer Zeugungsweise stigmatisiert werden oder die Legitimität ihrer Familienstruktur angezweifelt wird.61 Die Angst nichtaufklärender Eltern davor, jemals die Wahrheit zu erzählen, führt dazu, dass manche Familien keine adäquate Hilfe für ihre Probleme in Anspruch nehmen.62

Obwohl einige Ärzte gerne behaupten, dass Spenderkinder-Familien besonders stabil seien, sprechen Studien nicht hierfür. In einer neuseeländischen Folgestudie mit 44 Familien hatten sich 44 % getrennt, als die Kinder sich dem Erwachsenenalter näherten. Die Forscher vermuteten, dass die hohe Trennungsrate davon beeinflusst wurde, dass Paare in den 80er Jahren noch nicht ausreichend auf die Implikationen einer Familienbildung mit Samenspende vorbereitet wurden63 In einer Studie aus dem Jahr 2003 zur Perspektive von 45 Eltern 13-18 Jahre nach ihrer Entscheidung für einen Spender mit offener Identität hatten sich 58 % der Paare getrennt.64 Eine höhere Scheidungsrate bei Eltern von Spenderkindern stellte auch die Longitudinal Study of Assisted Reproduction Families fest.65

Auch die Beziehung zu dem Kind ist nicht ganz unbefangen: manche Eltern befürchten, dass das Kind sein Wissen über die Samenspende als verletzende Waffe gegenüber dem nicht-genetischen Elternteil einsetzen könnte.66 Auch äußern Eltern regelmäßig die Befürchtung als Grund, ihre Kinder nicht über die Samenspende aufzuklären, dass der Vater von dem Kind zurückgewiesen werden oder nicht als der wirkliche Vater angesehen werden könnte.67

3. Gefühle der Eltern in Bezug auf die Samenspende

Die Gefühle der Eltern zur Samenspende hängen stark von der Art ihres Umgangs und dem Rat des medizinischen Fachpersonals mit dieser Form der Familiengründung ab. Wenn den Eltern empfohlen wird, die Inanspruchname einer Samenspende geheim zu halten, wird ihnen auf diese Weise indirekt vermittelt, dass sie sich dafür schämen sollen.68

Ein wichtiger Aspekt bei Samenspenden betrifft die Unfruchtbarkeit des Mannes. Männliche Unfruchtbarkeit ist immer noch besonders stigmatisiert, da sie stärker mit Sexualstörungen wie Impotenz (= Schwäche, Unmännlichkeit) assoziiert wird als weibliche Unfruchtbarkeit. Das hat deutliche Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl von Männern bis hin zu Gefühlen mangelnder Attraktivität und Männlichkeit. Das soziale Stigma erschwert die Bewältigung der Unfruchtbarkeit wie auch die Entwicklung eines souveränen Umgangs mit der Samenspende69 Die sozialen Väter von Spenderkindern setzen sich wenig mit ihren Gefühlen über ihre Unfruchtbarkeit auseinander und sind entsprechend am wenigsten bereit zu mehr Offenheit im Umgang mit der Samenspende.70

Das Stigma um die Unfruchtbarkeit kann bereits die Entscheidung für die Samenspende beeinflussen. Das Gefühl des Verlusts durch Diagnose der Unfruchtbarkeit kann so überwältigend sein, dass manche (aber nicht alle) Eltern nur darüber nachdenken, was eine Familienbildung mit Hilfe Dritter für sie bedeutet – nämlich einen pragmatischen Weg, um Eltern zu werden – bevor sie die genetische Verbindung aus Sicht ihrer Kinder neu bewerten.71 Notwendig ist aber, dass der unfruchtbare Elternteil den Verlust der Fähigkeit, eigene Nachkommen zu zeugen, zunächst erkennt und akzeptiert, da die Samenspende die Unfruchtbarkeit nicht heilen kann. Wird diese Trauer nicht erfolgreich bewältigt, ist es schwierig für den rechtlichen Vater, die Rolle des Spenders in dem Leben des Kindes zu verstehen.72 Insbesondere werden die üblichen Gespräche über vererbte Ähnlichkeit sie regelmäßig an die eigene Unfruchtbarkeit erinnern.

4. Gefühle gegenüber dem Spender

Grundsätzlich ist die Person des Spenders bei heterosexuellen Eltern ein sensibles Thema. Die Gefühle hängen jedoch vermutlich stark davon ab, wie offen die Empfänger mit der Samenspende umgehen. Nach einer neuseeländischen Studie aus dem Jahr 2008, bei der mehr als die Hälfte die Kinder (noch) nicht aufgeklärt hatte, bestehen bei vielen Paaren widersprüchliche Gefühle. Einerseits besteht Interesse an der Person des Spenders, andererseits distanzieren sich aber viele Eltern von dem Spender, indem sie abstreiten, dass er Bedeutung für ihre Familie besitzt.73 Teilweise wird der Spender von den Eltern explizit aus dem Bewusstsein eliminiert und jede Verbindung zu der Familie abgelehnt, um die Kernfamilie mit Vater, Mutter und Kind zu bestärken und den sozialen Vater als einzigen Vater zu konstruieren.74 Manche nicht-aufklärende Eltern betonen trotz mangelnder genetischer Verbindung die physische Ähnlichkeit der Kinder zu dem nicht-genetischen Elternteil und zeigen damit ihren Wunsch, als genetisch miteinander verwandte Familie gesehen zu werden.75

Der Spender übt jedoch trotzdem eine gewisse Faszination aus und sie erkennen ihn in Eigenarten und Aussehen ihrer Kinder, die nicht über die Seite der Mutter erklärt werden können.76 Insbesondere der anonyme Spender kann sich mangels Informationen über ihn aber nicht als Person manifestieren.77

In einer qualitativen Studie aus Großbritannien aus dem Jahr 2010 über 15 aufklärende Familien waren die Eltern aber interessiert daran, mehr über den Spender zu erfahren und integrierten ihn auf differenzierte Art und Weise in ihre Familiengeschichte.78

5. Aufklärungsrate

Viele Eltern klären ihre durch Samen- und Eizellspende gezeugten Kinder nicht über ihre Entstehungsweise auf. Es gibt jedoch Hinweise, dass die Einstellung der Eltern sich langsam in Richtung zu mehr Offenheit verändert. Im Jahr 1996 hatten in der ersten Phase der European Study of Assisted Reproduction Families keine der 100 Spenderkinder-Eltern die damals zwischen 4 und 8 Jahre alten Kinder aufgeklärt, in der zweiten Phase der Untersuchung im Jahr 2002 lediglich 8,6 %. Fast 70 % beabsichtigten, die Kinder nie aufzuklären.79 Auch bei einer niederländischen Studie aus dem Jahr 1997 sprachen sich 74 % der Eltern gegen Aufklärung aus.80 Bei einer Studie mit 181 Teilnehmern aus Neuseeland aus dem Jahr 1999 betrug die Zahl der Eltern, die ihre Kinder aufklären wollten, 83 %81, was vermutlich auf die bereits zu diesem Zeitpunkt offenere Einstellung gegenüber Samenspenden in Neuseeland zurückzuführen ist.

Trotz der gesetzlichen Aufhebung der Anonymität der Spender in Schweden und eines Auskunftsanspruch des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung hatte in einer schwedischen Studie von 2000 nur jedes zehnte Elternpaar seine Kindern zwischen 1 und 15 Jahren aufgeklärt. Allerdings beabsichtigten dies immerhin mehr als die Hälfte der Eltern noch zu tun.82. Bei einer späteren Studie aus dem Jahr 2007 mit 19 schwedischen Samenspende-Eltern mit Kindern bis 5 Jahren hatten bereits 61 % ihre Kinder aufgeklärt.83 In einer neueren schwedischen Studie aus dem Jahr 2012 mit 111 Eltern mit Kindern zwischen 1 und 4 Jahren beabsichtigten 78% ihre Kinder aufzuklären, manche hatten hiermit schon ab dem Alter von 18 Monaten begonnen.84 Das gesetzliche Leitbild mit Offenheit und Aufklärung wirkt sich möglicherweise erst über einen längeren Zeitraum aus.

Bei einer britischen Studie aus dem Jahr 2005 mit 46 Spenderkinder-Familien mit Kindern zwischen 4-8 Jahren hatten sich 43 % der Eltern gegen Aufklärung entschieden und 17 % noch keine Entscheidung getroffen.85 In einer Untersuchung mit 59 Spenderkinder-Familien mit zehnjährigen Kindern aus Großbritannien aus dem Jahr 2013 hatten nur 29 % der Samenspende-Eltern ihre Kinder aufgeklärt, bei Eizellspende-Eltern waren dies 47 %.86 Bei beiden Studien erfolgten die Spenden vor der Umstellung auf identifizierbare Spender im Jahr 2005. Bei einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2008 mit 141 Samenspende-Familien hatten 32 % ihre Kinder bereits aufgeklärt und 45 % beabsichtigen dies zu tun.87

6. Aufklärung nach Familientyp

Gleichgeschlechtliche Paare oder alleinstehende Mütter klären ihre Spenderkinder deutlich häufiger auf als heterosexuelle Paare.88 Das ist insofern nicht überraschend, als dass lesbische Paare und alleinerziehende Mütter dem Kind die Abwesenheit eines Vaters erklären müssen. In heterosexuellen Familien kann die Geheimhaltungsdynamik hauptsächlich auf den Wunsch zurück geführt werden, den männlichen Partner und seine Familie von dem Stigma der Unfruchtbarkeit zu schützen.89

Kinder von alleinstehenden Müttern oder lesbischen Paaren werden auch früher über ihre Entstehungsweise aufgeklärt als Kinder von heterosexuellen Paaren.90 In einer Studie aus dem Jahr 2009 wurden 33 % der Kinder mit heterosexuellen Eltern erst aufgeklärt, als sie volljährig waren, während dies bei keinen der Kinder mit alleinstehenden oder lesbischen Eltern der Fall war. Nur 9 % der Kinder mit heterosexuellen Eltern wurden vor dem Alter von 3 Jahren aufgeklärt.91

7. Gründe für Nicht-Aufklärung

Eltern, die ihre Kinder nicht über ihre Zeugung durch eine Samenspende aufklären möchten, nennen oft als Grund, dass sie das Kind vor sozialen und psychologischen Schäden schützen möchten.92 Dem Kind sollen negative Gefühle wegen seiner Erzeugungsweise und der Nichtkenntnis der genetischen Abstammung erspart bleiben.93 Teilweise soll dadurch auch das Bild als normale Familie gewahrt werden.94 Allerdings sind Eltern, die befürchten ihre Kinder durch die Wahrheit aus dem seelischen Gleichgewicht zu bringen, in Wirklichkeit oft eher besorgt über die Auswirkungen auf sich selbst und möchten die Konfrontation mit alten, unverarbeiteten Gefühlen vermeiden.95

Tatsächlich steht hinter der Geheimhaltung wohl eher die Angst vor den Auswirkungen auf die Familienbeziehungen, insbesondere auf die Beziehung zwischen Vater und Kind. Dabei besteht insbesondere die Befürchtung, dass das Kind den nicht-genetischen Elternteil ablehnen oder weniger akzeptieren könnte.96 Damit hat der Schutz des Kindes vor dem Wissen von der Zeugung durch einen Spender offensichtlich genauso viel mit dem Schutz des Mannes zu tun .97 Dieses Argument wird möglicherweise öfter genannt, wenn es eigentlich um den Schutz des Mannes geht weil es gesellschaftlich anerkannter ist ein Kind zu schützen, als einen erwachsenen Mann.

Einige Eltern lehnen auch die potentielle Bedeutung dieser Information für ihre Kinder ab, indem sie sagen, dass keine Notwendigkeit besteht, dass das Kind dies wissen müsste, weil es eine private Angelegenheit zwischen den Eltern betreffen würde.98 Teilweise wird als Grund gegen eine Aufklärung auch genannt, dass die Kinder durch den mangelnden Zugang zu Informationen über den Spender negativ beeinflusst werden könnten99 Das zeigt, dass auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Identifizierbarkeit der Spender Auswirkungen auf die Bereitschaft der Eltern zur Aufklärung ihrer Kinder haben.100

8. Auswirkungen der Nicht-Aufklärung aus Sicht von Eltern mit erwachsenen Kindern

In einer qualitative Studie mit 12 neuseeländischen Eltern mit inzwischen erwachsenen Kindern, welche die Nichtaufklärung ihrer Kinder inzwischen bereuen, beschreiben alle Eltern die Auswirkungen der Geheimhaltung der Samenspende auf ihre Familie als negativ.101 Insbesondere die Bedeutung gesundheitlicher Informationen über die Abstammung und die Befürchtung einer zufälligen Entdeckung änderte die Einstellung der Eltern zur Aufklärung. Sie äußern im Nachhinein ein generelles Unwohlsein damit, Geheimnisse bewahren zu müssen und damit eine ungleiche Beziehung zu ihren Kindern herzustellen. Alle Eltern äußerten den Wunsch, es den Kindern früher gesagt zu haben. Fünf der sieben interviewten Familien vermuteten, dass die Kinder die Existenz von Familiengeheimnissen ahnten, da die Eltern auf im Biologieunterricht entstandene Fragen oder Kommentare ihrer Kinder in Bezug auf Abstammung und Verwandtschaft nur unzureichend geantwortet hätten.

9. Gründe für Aufklärung

Als Grund für die Entscheidung zur Aufklärung ihrer Kinder über die Zeugung durch eine Samenspende nennen Eltern übereinstimmend den Wunsch nach Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit gegenüber ihren Kindern.102 Die Eltern bewerten die Information über die Zeugungsart als wichtig für ihre Kinder, da sie es als fundamentales Recht eines Menschen sehen, seine genetische Herkunft zu kennen.103 Ein weiterer oft genannten Grund für die Aufklärung ist die Vermeidung ungeplanter Enthüllung und der damit verbundenen Beschädigung des Vertrauensverhältnisses zwischen Eltern und Kind.104 Manche Eltern hoffen durch die Aufklärung auch, hierdurch zu verhindern, dass die Kinder Interesse an dem Spender entwickeln.105

10. Einfluss auf Entscheidung für Aufklärung

In einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2008 gab etwa die Hälfte der teilnehmenden Paare an, dass zwischen ihnen nie eine Meinungsverschiedenheit bestanden hätte, ob das Kind über seine Zeugungsart aufgeklärt werden soll. Bei aufklärenden Paaren hatten sich eher die Frauen für Aufklärung eingesetzt und der Mann hatte sich dieser Meinung angeschlossen, während bei nicht-aufklärenden Paaren vor allem der Mann gegen Aufklärung war.106

Der Rat des medizinischen Fachpersonals übt einen entscheidenden Einfluss auf die Entscheidung der Eltern aus, ob sie ihre Kinder aufklären und offen mit der Samenspende umgehen, insbesondere wenn die Eltern noch unentschlossen sind.107 Paare, die mit Familienangehörigen über die Samen- oder Eizellspende gesprochen hatten und familiäre Unterstützung erhalten hatten, empfanden die Aufklärung der Kinder als leichter.108 Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind nicht über die Samenspende aufgeklärt wird, steigt mit zunehmendem Alter der Kinder.109

Wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen die Anonymität der Spender vorsehen oder wie in Deutschland lückenhaft sind, verkompliziert und behindert dies die Entscheidung der Eltern für die Aufklärung.110 Ein gesetzlicher Auskunftsanspruch von Spenderkindern auf Kenntnis ihrer Abstammung allein führt dagegen nicht zu einer höheren Aufklärungsquote. Um die Aufklärungsquote zu erhöhen ist es hilfreich, den Eltern Informationen, Beratung und auch Kontakt zu anderen Familien anzubieten. Außerdem muss Unterstützung und ethische Diskussion auch unter Fachkräften organisiert werden.111 Interessengruppen von Eltern haben in Großbritannien und Deutschland über Ratgeber und Aufklärungsbücher für Kinder einen entscheidenden Einfluss dahingehend ausgeübt, das Bedürfnis nach Aufklärung der Kinder als moralisch verpflichtend festzulegen.112

11. Empfohlenes Alter der Aufklärung

Nach einer Studie aus dem Jahr 1996 verstehen Kinder erst ab dem Alter von sieben Jahren das biologische Konzept von Vererbung.113 Die meisten Studien zur Aufklärung von Spenderkindern empfehlen dennoch eine Aufklärung der Kinder im frühen Kindesalter, noch bevor die Kinder vollkommen verstehen, was ihnen erzählt wird, und hierauf in einem fortschreitenden Prozess aufzubauen.114 Wenn der Elternteil oder die Eltern sich sicher mit der Aufklärung fühlen, wird ein positives Gefühl über diese Information bei dem Kind verbleiben, auch wenn die Fakten nicht vollkommen verstanden werden.115

Die Aufklärung von Kindern in einem sehr jungen Alter wird auch deswegen als Vorteil gesehen, weil Kinder nur die Informationen verarbeiten, die für sie zu diesem Zeitpunkt relevant ist. Dies wird aus den Antworten von früh aufgeklärten Kindern deutlich, die Eltern in einer neuseeländischen Studie aus dem Jahr 1999 berichteten. Den Eltern zufolge reagierten die Kinder meistens mit praktischen Fragen über den Spender und seine Familie, oder zeigten gar keine Reaktion. Junge Kinder können daher auf angemessene Weise, in Form einer Geschichte, über ihre Zeugung informiert werden. Wenn sie älter werden, wächst die Geschichte mit ihnen, wird wiederholt und mit mehr Details versehen, wenn die Kinder fähig sind mehr zu verstehen. Die Kinder wachsen mit dem Wissen über die Umstände ihrer Zeugung auf, empfinden es aber nicht als wichtige Angelegenheit („big deal“). Werden Kinder erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgeklärt, kann ihr differenzierteres Verständnis der Zusammenhänge eher schädlich wirken.116 In derselben Studie äußerten einige Eltern auch, dass sie selbst eine spätere Aufklärung schwieriger gefunden hätten. Die frühe Aufklärung ermöglichte den Eltern, geschickter in ihrer Aufklärungstechnik zu werden.117 In einer Studie von 15 Familien, die ihre Kinder in einem sehr frühen Alter aufgeklärt hatten, beurteilte keiner der Eltern diesen Zeitpunkt als zu früh.118

In einer Studie von 23 Familien aus Samen- und Eizellspende aus dem Jahr 2010 hatten bis auf eine Ausnahme alle die Kinder vor dem Alter von 4 Jahren aufgeklärt. Die Aufklärung wurde typischerweise von der Mutter eingeleitet und fortgeführt, und trotz vorhergehender Bedenken der Mütter empfanden die meisten die Aufklärung nicht als problematisch. Keines der Kinder reagierte negativ auf die Aufklärung, das Thema wurde daraufhin von weniger als einmal bis zu vier Mal im Jahr angesprochen. Die Interviews mit den inzwischen siebenjährigen Kindern zeigten, dass die meisten wenig Verständnis davon besaßen, was die Eltern ihnen erzählt hatten. Das war der Natur der Aufklärung als fortlaufender Prozess geschuldet.119

12. Erfahrungen der Eltern mit Aufklärung

Eltern, die ihre Kinder aufgeklärt haben, beschreiben die Aufklärung generell als eine positive Erfahrung.120 Die Eltern waren zuversichtlich, dass es in der Zukunft einfacher werden wird über die Entstehungsweise zu sprechen, da die Kinder bereits davon wüssten. Auch die meisten nicht-genetischen Elternteile hatten das Gefühl, dass die Aufklärung eine neutrale bis positive Auswirkung auf die Beziehung zum Kind hatte.121 Aufklärende nicht-genetische Väter tendieren jedoch eher dazu, den Samenspender als Bedrohung wahrzunehmen, insbesondere in Bezug auf die Reaktion des Kindes darauf, dass ein Dritter bei der Zeugung involviert war.122

Nach einer belgischen Studie hat offene Kommunikation über die Samenspende positive Auswirkungen auf die Eltern, da die aufklärenden Eltern mehr Selbstsicherheit in ihrer Rolle entwickelt hatten, als ihre Kinder das Kleinkindalter erreichten. Vor der Geburt bestehende Unsicherheiten über physische Ähnlichkeit der Kinder zu ihnen und die Bedeutung von Abstammung verringerten sich, und soziale Bindungen wurden wichtiger für ihr Familienverständnis. Eltern, die ihre Kinder dagegen nicht aufklären wollten, machten diese Entwicklung nicht mit. Bei ihnen blieben Unsicherheiten, dass ihre Kinder über eine mangelnde physische Ähnlichkeit auf die fehlende Abstammung und die damit verbundene Unfruchtbarkeit schließen könnten.123

Die Kinder nahmen die Aufklärung nach Berichten der Eltern mit Neugierde oder Desinteresse auf.124 Einige Kinder waren neugierig, wie der Spender ist,125 oder wollten die Geschichte ihrer Entstehung öfter hören.126 Es bestand kein Zusammenhang zwischen dem Alter der Kinder zum Zeitpunkt der Aufklärung und der Äußerung von Interesse am Spender.127

Für Eltern bestehen die größten Schwierigkeiten bei der Aufklärung ihrer Kinder in der Unsicherheit bezüglich des geeigneten Alters für die Aufklärung und der besten Methode, dies den Kindern zu erklären128 Viele Eltern hätten vor der Aufklärung gerne gewusst, wie andere Eltern aufgeklärt hatten, und einige hätten gerne mit jemandem darüber gesprochen, was sie den Kindern erzählen sollen.129 Manche Eltern warten mit der Aufklärung, bis ihr Kind selbst Fragen zu Sexualität oder Schwangerschaft stellt, um aufzuklären. Andere sprechen das Thema selbst gegenüber ihren Kindern an, bevor diese sich hierfür interessieren.130

Bei der Aufklärung greifen manche Eltern auf spezielle Aufklärungsbücher über Samenspende zurück. Diese bestehen meistens aus Geschichten über Eltern, die ein Baby haben möchten und keines zusammen bekommen können, weswegen ihnen ein anderer Mann mit seinem Samen hilft.131 Viele Eltern stellen ein solches Buch im Kinderzimmer und überlassen damit dem Kind die Verwaltung der weiteren Aufklärung.132

13. Gefühle zu Kontakt des Kindes zum Spender

In einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2003 über Familien mit einem offenen Samenspender freuten sich mehr als die Hälfte der Eltern über ein mögliches Treffen ihres Kindes mit dem Samenspender, obwohl sie unsicher waren, wie der genaue Prozess ablaufen wird.133 Allerdings waren die nicht-genetischen Elternteile etwas weniger glücklich über die Familiengründung durch Samenspende und die Wahl eines offenen Spenders, obwohl sie dies grundsätzlich befürworteten.134

Dies betrifft insbesondere die nicht-genetischen Väter, für die der Samenspender vermutlich eine potentielle Bedrohung ihrer Vaterrolle darstellt. In einer Studie aus dem Jahr 2005 zu jugendlichen Spenderkindern mit einem offenen Spender berichtete keiner der sozialen Väter, sich auf den Kontakt des Kindes mit dem Spender zu freuen, wogegen dies die Hälfte der homosexuellen Eltern berichtete. Im Vergleich mit homosexuellen und alleinstehenden Eltern waren heterosexuelle Eltern sich weniger sicher, ob es eine gute Idee war, einen Spender mit offener Identität zu wählen.135 Auch eine schwedische Studie aus dem Jahr 2011 stellte fest, dass die Antworten der sozialen Väter in Bezug auf einen Kontakt der Kinder zu dem Spender deutlich negativer als die der Mütter ausfielen.136

14. Kontaktsuche der Eltern zu Halbgeschwistern und Spendern

Über Internet-Datenbanken wie das Donor Siblings Registry suchen auch zunehmend Eltern nach Halbgeschwistern ihrer Kinder, anderen Eltern mit demselben Spender und dem Spender. Das Internet hat sich zu einem Ort entwickelt, an dem diese biogenetischen Familien Kontakt aufnehmen und halten können, ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickeln können, und trotzdem nur beschränkte oder gar keine Verpflichtungen füreinander übernehmen müssen.137

Die Motivation der Eltern für ihre Suche ist Neugierde und der Wunsch einer Erweiterung des Identitätsgefühls des Kindes.138 Sie möchten eine erweiterte Familie für das Kind schaffen und Informationen über den Spender und die mit anderen Kindern geteilte Abstammung suchen.139 Familien ohne Väter suchen häufiger nach Spender und Halbgeschwistern und dem Spender.140 Insbesondere alleinstehende Mütter mit offenen Spendern haben Interesse an Kontakt zu anderen Familien mit demselben Spender.141

Die meisten Eltern berichteten positive Erfahrungen sowohl beim Kontakt mit dem Spender wie auch mit Halbgeschwistern.142 Bei Kontakt zu anderen Familien waren die Eltern regelmäßig überrascht, wie gut sich sie und ihre Kinder mit den Spender-Halbgeschwistern und deren Eltern verstanden und entwickelten als Familie und Freunde enge und beständige Beziehungen.143 Alle Eltern, die den Spender ihrer Kinder kennengelernt hatten, bewerteten ihre eigene Erfahrung und die des Kindes als positiv.144

Nicht alle Familien treffen sich persönlich. Der Kontakt wird meistens per E-mail und einen Austausch der Fotos der Kinder eingeleitet. Bei manchen Eltern bleibt es bei diesem Austausch, der es den Eltern ermöglicht, sich auf begrenzte Art und Weise mit der anderen biologischen Hälfte der Abstammung ihrer Kinder verbunden zu fühlen.145

III. Die Spender

1. Motivation für die Spende

Samenspender nennen als Motiv für ihre Spende am häufigsten den altruistischen Grund, kinderlosen Menschen helfen zu wollen.146 Als weiterer wichtiger Grund wird oft die Bezahlung angegeben.147 Vereinzelt genannt wird auch das Interesse, sich selbst fortzupflanzen.148

Die Art der Spender und ihre Motivation hängt stark davon ab, ob eine Bezahlung für die Samenspende stattfindet und spiegelt die Einstellung und Rekrutierungsstrategie der jeweiligen Klinik wieder. Bei einer Studie aus dem Jahr 1996 wurden zwei Londoner Reproduktionskliniken miteinander verglichen. Bei der Klinik, die ihre Spender bezahlte, waren die Spender größtenteils Studenten zwischen 20 und 25 Jahren, alleinstehend und kinderlos. Für die meisten war die finanzielle Kompensation die Hauptmotivation für die Samenspende, obwohl Hilfe für unfruchtbare Paare als weiterer wichtiger Grund angegeben wurde. Bei der Klinik, die ihre Spender nicht bezahlte, waren die Spender zwischen 30 und 40 und größtenteils verheiratet und hatten Kinder. Ihre Motivation für die Spende war ausnahmslos, kinderlosen Paaren zu helfen. Viele Spender hatten selbst Zeugungsprobleme erlebt oder hatten unfruchtbare Bekannte.149 Ähnliche Ergebnisse erbrachte eine Studie aus dem Jahr 2003 aus Schweden, wo die Spender seit 1985 identifizierbar sind. Über 70 % der Teilnehmer gaben allein altruistische Gründe für ihre Spende an und viele hatten selbst unfruchtbare Bekannte.150

2. Bild des Samenspenders

Daniels und Lewis machen sich in einem Aufsatz aus dem Jahr 1996 sehr interessante Gedanken über die Bedeutung der Bezahlung von Samenspendern. Zunächst weisen sie darauf hin, dass jemand, der Geld erhält, nicht spendet, sich diese Bezeichnung aber trotzdem eingebürgert hat. Die Praxis, Samenspender zu bezahlen, hat ihrer Meinung nach dazu beigetragen, dass in der Öffentlichkeit ein Bild des Samenspenders als gedankenloser Mann besteht, der nur des Geldes wegen spendet. Tatsächlich hätten jedoch viele Samenspender (auch) eine altruistische Motivation und die meisten wären bereit, den Kindern und Empfängern nicht-identifizierende Informationen über sich zu geben oder zu ihnen Kontakt aufzunehmen.151

Die Bezahlung von Samenspendern hilft möglicherweise auch den Empfängern: Der biologische Vater des Kindes wird als „nur“ der Mann minimalisiert, der sein Sperma gegen Geld verkauft hat und seine Abfindung bekommen hat. Das mag der Empfängerin oder dem Paar bei der Entpersonalisierung des Spenders helfen, um damit zurecht zu kommen, dass bei der Familienbildung die Hilfe einer Person außerhalb der Familie notwendig war. Für eine unentgeltliche Spende, ein Geschenk, müssten die Empfänger dagegen dankbar sein und der Person auch eine größere Rolle zubilligen.152 Indem Samenspenden weitläufig als kommerzielle Transaktion gestaltet wurde, wurden einige potentielle Spender möglicherweise von einer Spende abgehalten.153

3. Wünsche der Spender

Die Geheimhaltung und Anonymität, die Samen- und Eizellspenden in der Vergangenheit begleitete, hat vermutlich zu einer Herabwertung der Bedeutung der Wünsche und Bedürfnisse der Spender geführt.154

Spender äußern in mehreren Studien übereinstimmend den Wunsch, über die Zahl der mit ihrer Hilfe gezeugten Kinder unterrichtet zu werden.155 Das wurde inzwischen in einigen Ländern wie Großbritannien auch umgesetzt. Manche Spender wünschen sich sogar identifizierende Informationen über die Kinder, sobald diese volljährig sind.156 Der Wunsch nach mehr Informationen beruht vermutlich darauf, dass die Spende von Keimzellen, um zur Entstehung eines neuen Lebens beizutragen, für viele Spender ein bedeutsames Ereignis ist. Sie geben damit einen Teil von sich selbst. Daher kann erwartet werden, dass sie auch das Ergebnis ihrer Spende erfahren möchten.157

In einem Beitrag von Smith aus dem Jahr 2013 über die Einstellung von 7 australischen Spendern aus dem Zeitraum vor 1988 merken mehrere Spender an, dass die Anonymität der Spende, die so oft als „Versprechen“ ausgelegt würde, Voraussetzung für die Spende gewesen sei.158

4. Gedanken der Spender zu ihrer Spende und den Kindern

Bei einer Untersuchung aus dem Jahr 2011 von 74 Spendern, die über das Donor Siblings Registry kontaktiert wurden, hatten die meisten Teilnehmer im Nachhinein keine Bedenken, Samen oder Eizellen gespendet zu haben. Einige Spender äußerten, dass sie die Konsequenzen zum Zeitpunkt der Spende nicht vollkommen verstanden hätten. Es gab jedoch auch Spender, die inzwischen Bedenken hatten und um das Wohlergehen der von ihnen abstammenden Kinder besorgt waren.159

In einer Studie mit 42 australischen Spendern, denen zum Zeitpunkt ihrer Spende Anonymität zugesichert worden war, wird deutlich, dass Spender ihre Beziehung zu den von ihnen abstammenden Menschen sehr unterschiedlich wahrnehmen: manche Samenspender sahen ihre Spende ähnlich wie eine Blutspende an, andere Spender sahen sich als Elternteile der mit ihrer Hilfe gezeugten Kinder.160 Manche Spender sahen sich sogar moralisch verpflichtet, den von ihnen abstammenden Kindern zu helfen, wenn diese sich in finanzieller oder seelischer Not befinden würden.161

Auch Spender, denen Anonymität zugesichert wurde, können die Bedürfnisse der Spenderkinder verstehen: Bei Interviews mit 32 britischen Spendern, die vor der Aufhebung der Anonymität in Großbritannien gespendet hatte, glaubten alle Spender, dass es für Spenderkinder wichtig sei, Zugang zu Informationen über den Spender zu haben, wenn sie von ihrer Zeugungsart wüssten.162 Spender halten ihre Entscheidung für eine Samenspende auch nicht unbedingt vor ihrer Familie geheim: über 60% der teilnehmenden 63 Samenspender in einer deutschen Studie informierten ihre Partner bzw. diskutierten mit ihnen die Entscheidung, Samen zu spenden.163

5. Bedeutung der Anonymität und Bereitschaft zu Kontakt mit Spenderkindern

In der öffentlichen Meinung scheint als Reflex die Annahme vorzuherrschen, dass Spender nur unter der Zusicherung von Anonymität spenden möchten. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass Spender, die unter einem bestimmten System – offene oder anonyme Samenspenden – rekrutiert werden, die vorherrschende Kultur dieses Systems widerspiegeln und sich damit für Anonymität bzw. Offenheit aussprechen.164 Einen Einfluss besitzt außerdem, ob die Spender bezahlt werden: Wenn Spender angeworben werden, die hauptsächlich finanziell motiviert sind, zeigen sie vermutlich wenig Interesse an den Resultaten ihrer Spende, den mit ihrer Hilfe gezeugten Kindern.165

Studien mit Samenspendern, die noch unter der Zusicherung von Anonymität gespendet haben, zeigen jedoch regelmäßig, dass auch einige dieser Spender bereit sind, den durch sie gezeugten Kindern identifizierende Informationen zu geben oder von den Kindern kontaktiert zu werden. In einer Studie mit 63 deutschen Samenspendern aus dem Jahr 2008, wo bislang de facto rechtswidrig den Spendern Anonymität zugesichert wurde, waren 43 % bereit, von erwachsenen Spenderkindern kontaktiert zu werden.166 Auch bei einer Studie aus dem Jahr 2014 zu den Einstellungen von 42 australischen Samen- und Eizellspendern, die anonym gespendet hatten, waren mehr als die Hälfte bereit, von Spenderkindern identifiziert und kontaktiert zu werden.167 Bei einer Studie aus dem Jahr 2011 mit 1428 Samenspendern der privaten Vermittlungs-Internetseite Sperm Donors Worldwide waren ebenfalls mehr als die Hälfte der Teilnehmer mit der Offenlegung ihrer Identität gegenüber den Kindern einverstanden.168 Eine ähnliche Prozentzahl von Spendern, die auch unter einem offenen Regime gespendet hätten, ergab eine britische Studie aus dem Jahr 2005.169 Dabei hatte ein Drittel der Teilnehmer seine Meinung zur Identifizierbarkeit inzwischen geändert, teilweise aufgrund der Erfahrung, selbst Kinder zu haben, oder dass sie sich durch Medienberichte bewusst wurden, wie wichtig diese Informationen für die Kinder sind.170

Wenn selbst Spender, die unter einem System gespendet haben, das ihnen Anonymität gewährleistet, zu einem Kontakt bereit sind, zeigt dies, dass bei entsprechenden Rekrutierungsstrategien auch Spender zu finden sein werden, die zur Identifizierung gegenüber den Kindern bereit sind. Dass die Anonymität keine Spendenvoraussetzung ist, zeigt nicht zuletzt auch die Erfahrung aus Großbritannien, wo 2005 die Anonymität der Spender aufgehoben wurde, die Zahl der Spender jedoch sogar angestiegen ist.171

6. Bereitschaft zu Kontakt nach Familienhintergrund des Spenders

Ältere Spender, die möglicherweise verheiratet sind und eigene Kinder haben, sind eher zur Offenlegung ihrer Identität gegenüber den Kindern bereit.172 Insbesondere homosexuelle Männer zeigten eine deutlich erhöhte Bereitschaft zu Offenheit und dazu, auch eine Rolle im Leben der durch sie gezeugten Kinder einzunehmen.173

7. Veränderungen des Hintergrunds der Samenspender bei Verbot anonymer Spenden

Ein offenes Spendersystem zieht andere Spender an als ein anonymes System. So gaben bei einer Studie mit 30 Samenspendern aus Schweden, wo anonyme Samenspenden bereits 1985 abgeschafft wurden, die Samenspender fast überwiegend ausschließlich altruistische Gründe für ihre Spende an. Nur jeder Fünfte gab die Bezahlung als zusätzliche Motivation an. Viele Spender hatten ihre Tätigkeit außerdem zuvor mit ihrer Partnerin besprochen und wurden von dieser unterstützt.174 Vermutet wird außerdem, dass offene Spendersysteme eher Spender anziehen, die sich fortpflanzen möchten und daher auch die von ihnen abstammenden Kinder kennenlernen möchten.175 Bisherige Studien haben außerdem ergeben, dass ältere Männer mit eigenen Kindern, einem hohen Bildungsgrad und altruistischer Motvation besonders offen für Kontakt sind.176

Grundsätzlich ist es daher möglich, Samenspender auch unter der Bedingung zu finden, dass die von ihnen abstammenden Kinder ihre Identität erfahren können. Der Erfolg hängt jedoch auch stark von der Rekrutierungsstrategien ab und verlangt insbesondere den Ärzten und Kliniken viel ab, die den Gründen für den Wechsel und den Möglichkeiten des Erfolgs eher kritisch gegenüber stehen.177 Auch mangelnder Schutz der Spender vor Unterhalts- und Erbansprüchen wie in Deutschland kann die Rekrutierung von Spendern zusätzlich erschweren, obwohl selbst unter diesen Umständen Samenspender zur finden sind, die zur Identifizierung gegenüber den gezeugten Kindern bereit sind.178 Erforderlich sind auch mehr Informationen für Spender und das Angebot von Unterstützung und Mediation vor einem Kontakt zwischen Spender und Kind.179

8. Erwartungen an Kontakt zu Spenderkindern

Bei einer Studie aus dem Jahr 2014 zu den Einstellungen von 42 australischen Samen- und Eizellspendern, die anonym gespendet hatten, zeigte sich, dass die Spender sehr unterschiedliche Erwartungen an einen möglichen Kontakt zu den durch sie gezeugten Kindern hatten. Die Spender äußerten dabei ein breites Spektrum: manche wünschten oder erwarteten keinen Kontakt, andere befürchteten einen Kontakt oder inzestuöse Beziehungen, andere akzeptierten das Bedürfnis von Spenderkindern von ihrer Abstammung zu wissen, andere äußerten Interesse daran, wie ihre Gene sich in dem Kind ausgewirkt haben, und einige wünschten sich eine Beziehung zu dem Kind.180

Für Spender, die um das Wohlergehen der von ihnen abstammenden Kinder besorgt waren, ist der Wunsch nach Kontakt auch eine Möglichkeit, mit dieser Besorgnis umzugehen.181

Bei einer Studie mit 1428 Samenspendern der privaten Vermittlungs-Internetseite Sperm Donors Worldwide wünschte sich der Großteil der zur Offenheit bereiten Samenspender, nur eine beschränkte oder gar keine Rolle im Leben der Kinder einzunehmen. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass diese Teilnehmer keine Beratung über die Rechte und Bedürfnisse der Kinder erhalten, bevor sie sich als Samenspender registrieren. Die Bereitschaft könnte bei einer entsprechenden Beratung also deutlich höher ausfallen.182

9. Erfahrungen mit Kontakt zu Spenderkindern

Spender, die später die von ihnen abstammenden Kinder kontaktieren und treffen, haben positive Erfahrungen gemacht, die zu fortlaufenden Beziehungen führen können. Bei einer Studie mit 63 Samenspendern, die ein Profil bei dem Donor Siblings Registry besitzen, hatten 35 % der Samenspender mindestens eines der durch sie gezeugten Kinder gefunden und kontaktiert. Die überwiegende Mehrheit hiervon bewertete den Kontakt als sehr positive Erfahrung, die verbleibenden 23 % als ziemlich positiv. Der Kontakt war oft emotional und bezog manchmal über die Beziehung des Spenders zu dem Kind hinaus auch andere Mitglieder der Familie des Spenders wie die Kinder oder Eltern ein. Da manche Kinder zu jung für einen unmittelbaren Kontakt zum Spender waren, wurde der Kontakt teilweise auch über die Eltern des Kindes geführt.183 Auch Smith berichtet von der von ihm gegründeten australischen Gruppe „MADMen – Melbourne Anonymous Donors“ positive und emotionale Erfahrungen von Treffen der Samenspender mit den von ihnen abstammenden Kindern.184 Gleiches berichten die Spender aus der Studie von Kirkman, die Kontakt zu Spenderkindern aufgenommen haben, bei manchen Spendern war der Kontakt jedoch auch nur einmalig oder nahm wieder ab.185

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