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Herzlich willkommen bei Spenderkinder!

Wir sind ein ehrenamtlich arbeitender Verein von über 70 durch Samenspende gezeugten Erwachsenen. Schätzungsweise gibt es mehr als 100.000 solcher “Kinder” in Deutschland, aber die meisten wissen nicht von ihrer Zeugungsweise.

Wenn Du auch ein Spenderkind bist – melde Dich bei uns, wir könnten Halbgeschwister sein!

Unser Verein repräsentiert die Sicht der betroffenen Kinder auf Samenspende und andere Formen der Familiengründung mit Hilfe einer dritten Person wie Eizellspende, Embryonenadoption und Leihmutterschaft. Wir möchten andere Spenderkinder, Menschen mit Kinderwunsch und Spender über die rechtlichen Rahmenbedingungen und psychologischen Herausforderungen dieser Arten der Familiengründung sowie über den aus unserer Sicht bestehenden rechtlichen Handlungsbedarf informieren.

Die Sicht der betroffenen Kinder wird oft vernachlässigt, da sie im öffentlichen Bild vor allem als niedliche Babys vorkommen, die von Erwachsenen mit unerfülltem Kinderwunsch sehnlichst gewollt sind. Alles technisch Machbare scheint gerechtfertigt, um diesen Wunsch zu erfüllen.

Dabei wird oft übersehen, dass auch diese Babys Würde und Rechte haben und insbesondere zu Erwachsenen mit eigenen Bedürfnissen und Wünschen heranwachsen. Ähnlich wie auch adoptierte Menschen haben über 80% der aufgeklärten Spenderkinder ein Bedürfnis zu erfahren, wer ihr biologischer Vater ist. Lange Zeit haben Reproduktionsmediziner mit rechtswidrigen Anonymitätsversprechen für uns entschieden, dass wir als Spenderkinder unseren biologischen Erzeuger nicht zu kennen brauchen und unser Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung ignoriert. Selbst nachdem höchstrichterlich bestätigt wurde, dass auch durch Samenspende gezeugte Menschen ein Recht auf Kenntnis ihrer Abstammung haben, sind weder die reproduktionsmedizinischen Verfahren noch die rechtlichen Rahmenbedingungen auf das Kindeswohl konzentriert. Viele Eltern halten die Zeugung durch eine Samenspende nach wie vor geheim, weil sie Angst vor Ablehnung durch ihr Kind und vor den Reaktionen der Gesellschaft haben, oder sie wählen für andere reproduktionsmedizinische Verfahren anonyme Spenden im Ausland.

Über den Verein Spenderkinder

Gegründet haben wir uns offiziell im Jahr 2009, diese Internetseite gibt es jedoch schon seit 2006.

Du bist ein Spenderkind und möchtest Mitglied werden? Dann lies unsere Satzung und füll unser Beitrittsformular aus.

Aufgewachsen sind wir unter recht verschiedenen Umständen: Einige von uns wissen schon seit ihrer Kindheit, dass sie durch eine Samenspende gezeugt wurden, andere haben davon erst im Erwachsenenalter unter teilweise nicht sehr glücklichen Umständen erfahren. Die meisten von uns sind mit einem sozialen Vater aufgewachsen, andere nicht und wiederum bei anderen war die Beziehung nicht sonderlich gut. Einige von uns gehen sehr offen mit ihrer Zeugungsweise um, andere möchten das Wissen darüber lieber nur mit der Familie und engen Freunden teilen.

Wer gerne mehr wissen möchte: Einige unserer Mitglieder erzählen ihre persönlichen Geschichten unter Meinungen und Geschichten. Außerdem beantworten wir häufig an uns gestellte Fragen in unserer FAQ.

Wir möchten:

Wir lehnen anonyme Samenspenden ab. Alle von uns möchten mehr oder weniger dringend wissen, von wem sie genetisch abstammen und würden gerne ihre Halbgeschwister finden. Viele von uns fühlen sich verletzt von der Art und Weise, wie Reproduktionsärzte und -kliniken uns angesichts dieses Wunsches behandelt haben.

Trotzdem geben wir die Hoffnung nicht auf, irgendwann einmal noch genetische Verwandte ausfindig zu machen. Daher möchten wir unter Spenderkindern und Spendern dafür werben, den DNA-Test Family Finder zu machen, über den bereits einige Mitglieder unseres Vereins ihren Spender oder Halbgeschwister gefunden haben.

Außerdem treten wir dafür ein, dass Eltern ihre durch Samenspende gezeugten Kinder möglichst früh über deren Zeugungsart aufklären. Die Kinder haben ein Recht auf dieses Wissen. Dies entspricht auch den psychologischen Empfehlungen um den Kindern eine kontinuierliche Identitätsentwicklung zu ermöglichen. Solch grundlegende Familiengeheimnisse können außerdem familiäre Spannungen verursachen und sind keine Basis für eine vertrauenswürdige Familienbeziehung. Für die meisten von uns war die Aufklärung über unsere Abstammung umso belastender, je später wir es erfahren haben, weil uns etwas so Existentielles über einen so langen Zeitraum verschwiegen worden war. Wir können generell gut mit diesem Wissen leben, auch wenn wir uns wünschen, dass die Umstände anders gewesen wären.

Wir freuen uns über Kontakt zu anderen Spenderkindern, auch aus Eizellspende und Embryonenadoption, denn nur gemeinsam können wir etwas verändern.