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Herzlich willkommen bei Spenderkinder!

Wir sind ein Verein von durch Samenspende gezeugten Erwachsenen. Schätzungsweise gibt es bis zu 100.000 solcher “Kinder” in Deutschland, aber nur zwischen 5 und 10% wissen von ihrer Zeugungsweise.

Auf dieser Internetseite schildern wir Samenspende aus der Sicht der betroffenen Kinder – eine Sicht, die lange Zeit vernachlässigt wurde. Damit möchten wir eine gesellschaftliche Diskussion über dieses Thema anstoßen. Denn bisher ist es leider so, dass Reproduktionsmediziner mit der anonymen Samenspende für uns entscheiden, dass wir als Spenderkinder unseren biologischen Erzeuger nicht zu kennen brauchen und unser Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung ignorieren. Außerdem möchten wir umfassende Informationen für Eltern und Spender bereitstellen.

Wenn Du auch ein Spenderkind bist – melde Dich bei uns, wir könnten Halbgeschwister sein!

Über den Verein Spenderkinder

Wir sind ein Verein aus über 70 Spenderkindern im Alter zwischen 18 und 50 Jahren aus Deutschland. Der Begriff “Spenderkinder” ist wegen des Wortes “Kinder” etwas missverständlich. Kinder sind wir nur im Verhältnis zu unseren Eltern, die meisten von uns sind erwachsen und einige haben bereits eigene Kinder. Auf Englisch gibt es dafür den Begriff “donor conceived” – auf Deutsch gibt es leider kein dem entsprechendes Wort, weswegen wir uns dann für “Spenderkinder” entschieden haben.

Wir arbeiten alle ehrenamtlich. Ziele und Regeln unseres Vereins kann man in unserer Satzung nachlesen. Gegründet haben wir uns offiziell im Jahr 2009, diese Internetseite gibt es jedoch schon seit 2006.

Unsere Ziele sind:

  • Information der Öffentlichkeit zur Situation von Kindern aus einer anonymen Samenspende, unter anderem über diese Internetseite;
  • Förderung von Gedankenaustausch und persönlichem Kontakt unter Spenderkindern;
  • Förderung eines Registers zur Suche nach Halbgeschwistern und Spendern;
  • Schaffung von rechtlichen Regelungen zu Samenspenden, die die Interessen von Spenderkindern berücksichtigen.

Du bist ein Spenderkind und möchtest Mitglied werden? Dann lies unsere Satzung und füll unser Beitrittsformular aus.

Über uns persönlich

Aufgewachsen sind wir unter recht verschiedenen Umständen: Einige von uns wissen schon seit ihrer Kindheit, dass sie durch eine Samenspende gezeugt wurden, andere haben davon erst im Erwachsenenalter unter teilweise nicht sehr glücklichen Umständen erfahren. Die meisten von uns sind mit einem sozialen Vater aufgewachsen, andere nicht und wiederum bei anderen war die Beziehung nicht sonderlich gut. Einige von uns gehen sehr offen mit ihrer Zeugungsweise um, andere möchten das Wissen darüber lieber nur mit der Familie und engen Freunden teilen.

Gemeinsam haben wir jedoch unsere Erzeugungsart und dass wir nicht einverstanden sind, wie momentan mit Samenspenden umgegangen wird.

Unsere Ziele

Wir lehnen anonyme Samenspenden ab. Alle von uns möchten mehr oder weniger dringend wissen, von wem sie genetisch abstammen und würden gerne ihre Halbgeschwister finden. Viele von uns fühlen sich verletzt von der Art und Weise, wie die Reproduktionsärzte und -kliniken uns angesichts dieses Wunsches behandelt haben.

Trotzdem geben wir die Hoffnung nicht auf, irgendwann einmal noch genetische Verwandte ausfindig zu machen. Daher möchten wir unter Spenderkindern und Spendern dafür werben, den Family Finder Test zu machen und sich in der Datenbank von FamilyTree DNA einzutragen.

Außerdem treten wir dafür ein, dass Eltern ihre durch Samenspende gezeugten Kinder schon früh über diese Zeugungsart aufklären, denn sie haben ein Recht auf dieses Wissen und Geheimnisse schaden irgendwann einmal jeder Familie. Für die meisten von uns war dieses Wissen ein größerer Schock, je später wir es erfahren haben. Wir können generell gut mit diesem Wissen leben, auch wenn wir uns wünschen, dass die Umstände anders gewesen wären.

Indem wir unsere Wünsche und Erfahrungen mit der Öffentlichkeit teilen, möchten wir erreichen, dass auch die Sichtweise von Menschen wahrgenommen wird, die durch Samenspende gezeugt wurden, und das bestehende Recht auf Kenntnis der eigenen Herkunft auch für Spenderkinder umsetzbar wird.

Wir freuen uns über und suchen den Kontakt zu anderen Spenderkindern, denn nur gemeinsam werden wir etwas verändern können.