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Family Finder, Andere DNA-Tests, Suchen und Finden von Spender, Halbgeschwistern und anderen Verwandten

Hubertus

Ja, ihr Lieben, meine Geschichte hat nun ein Ende und ich habe meinen Spender gefunden – oder eher er mich? Wow! Ich kann nach wie vor nicht in Worte fassen, wie schön es ist! Ich grinse einfach den ganzen Tag und realisiere noch nicht ganz, dass ich tatsächlich meinen Spender gefunden habe und Nummer 261 zu einer Person geworden ist. Er schrieb mir eine Email nachdem er einen Artikel gelesen hat, in dem er beschrieben wurde. Betreff: Biologischer Vater. Unser Gentest FamilyTree DNA hat es nun bestätigt und wir wissen es jetzt ganz sicher.

Das Urteil hat so polarisiert und so viele Menschen meinten, irgendwelche Kommentare und Bewertungen abgeben zu können, ohne etwas mit dem Thema zu tun zu haben. Dazu kommt dann die Angst, dass alle Recht haben könnten. Mir war die Aussage von Prof. Dr. Katzorke wieder bewusst geworden, in der er behauptet, dass der Spender gefragt wurde und hätte kein Interesse: „Der will nicht“, sagt er ganz trocken.

Wie soll ich also in Worte fassen, wie man sich fühlt, wenn sich der leibliche Vater von sich aus meldet und unglaublich freundlich und offen ist? Versucht es Euch vorzustellen und wenn ihr meint, dass es sich ungefähr so anfühlen wird – dann noch schöner. Glück, Erleichterung und Zufriedenheit. Noch nie war ich so im Reinen mit mir und meiner Entstehung. Alles macht einen Sinn. Alles erscheint richtig und alles hat sich gelohnt.

Für mich persönlich ist es ein sehr großer Erfolg, aber es ist auch von so viel symbolischem Charakter geprägt. Es ist eben nicht so, dass Spender einfach nur Spenden, Geld verdienen und nie wieder daran denken. Mit einer Samenspende spendet man Leben und das ist den meisten auch bewusst. Ich wünschte wirklich, dass jeder das erleben kann, was mir gerade geschenkt wurde.

Vielleicht denken jetzt endlich mehr Spender und Ärzte darüber nach…

 

Lieber Hubertus,
ich danke Dir von ganzem Herzen! Wirklich! Das ist so großartig! So lange habe ich nach Dir gesucht und darum gekämpft und auf einmal bist Du da. Ich war so verzweifelt, habe so viel geweint und trotzdem versucht, nie die Hoffnung aufzugeben! Du widerlegst einfach alle Vorurteile und ich wünsche jedem einen Spender, wie Du es bist!

Sarah

Family Finder Test im Angebot bis 22. April

Der Family Finder-Test, den wir als genetische Datenbank zur Suche nach Halbgeschwistern und Spendern nutzen, ist bis zum 22.04.2013, 23:59 CST (also 8:59 CET am 23.4.2013) für $ 169 statt regulär $ 289 erhältlich. Das sind ca. 130 Euro.So günstig war der Test noch nie – vielleicht ist ja unser erster Treffer ein Ansporn für mehr Spender und Spenderkinder, sich zu registrieren?

Erster Treffer zwischen Spender und Kind bei FTDNA

Knapp 16 Monate, nachdem wir den Family Finder Test der amerikanischen Firma Family Tree DNA (FTDNA) angefangen haben, um Halbgeschwister und Spender zu finden, haben wir den ersten Treffer zwischen einem Spenderkind und einem Spender. Beide haben schon Kontakt und werden sich bald das erste Mal persönlich treffen. Wir freuen uns alle sehr, wünschen den beiden viel Spaß und Ruhe beim Kennenlernen und hoffen, dass noch viele weitere Treffer folgen werden!

Wir haben eine Datenbank für Spender- und Halbgeschwistersuche!

Auf unserem jährlichen Spenderkinder-Treffen am 3. Dezember 2012 in Köln haben wir beschlossen, dass wir den Family Finder Test der amerikanischen Firma FTDNA offiziell als unsere Datenbank verwenden werden, um Spender- und Halbgeschwister zu suchen. Wir haben uns schon seit über drei Jahren mit dem Thema eines Registers mit angeschlossenem Gentest beschäftigt, wussten aber nie recht, wie wir als nur ehrenamtlich tätiger Verein die technischen und rechtlichen Probleme eines überwinden sollte. Wir hatten insbesondere Bedenken, welche Art von Test wir wählen sollten und ob wir selbst in Deutschland die Möglichkeit zur anonymen Nutzung hätten anbieten können. Über die amerikanische Mailingliste von Spenderkindern mit dem Namen PCVAI sind wir dann auf den Family Finder Test der US-amerikanischen Firma FTDNA aufmerksam geworden, der diese Probleme löst.

In der Datenbank werden die genetischen Profile aller Teilnehmer auf eine mögliche Verwandtschaft miteinander abgeglichen. Das Besondere an dem Test ist, dass er  Halbgeschwisterbeziehungen erkennen kann, was bei herkömmlichen DNA-Tests schwierig ist. Da einige Mitglieder unseres Vereins Spenderkinder von denselben Kliniken kommen, hoffen wir, dass wir vielleicht bald das erste Halbgeschwisterpaar finden.

Positiv ist außerdem, dass der Test nicht speziell auf Spenderkinder zugeschnitten ist, sondern generell auf Menschen, die interessiert an ihrer Abstammung sind oder nach Verwandten suchen. Momentan sind bereits über 10.000 Personen eingetragen, die meisten von ihnen allerdings US-Amerikaner. Da keine Identitätsüberprüfung stattfindet, kann man auch seine Privatsphäre schützen, weil man sich unter einem anderen Namen anmelden kann. Sollte es dann einen Verwandten-Treffer geben, kann man sich dann auch erst in Ruhe ansehen, wie diese Person ist.

Im Moment ist der Test bis zum 31.2012 im Angebot für 199 USD statt regulär 299 USD. Wer also neugierig ist, sollte schnell ein Test-Kit bestellen.

Mehr Informationen und Links zu Family Finder findet ihr unter dem neuen Menüpunkt „Spender- und Halbgeschwistersuche„.

DNA-Test

Ich habe heute einen Family Finder Test der Firma FamilyTreeDNA gemacht und mein genetisches Material in die USA geschickt. Ich muss zugeben dass ich leider nicht so viel Ahnung von den verschiedenen Tests habe, aber es ist der Test, den die Biologen von der internationalen Liste PCVAI empfehlen. Ich werde versuchen, das in nächster Zeit etwas besser zu verstehen und dann mein Wissen auch hier kund zu tun.

Der Test hat bei einer Sonderaktion 200 $ gekostet und die Ergebnisse werden 25 Jahre aufbewahrt. Ich bin mal gespannt, ob etwas dabei herauskommt. So ganz wohl ist mir nicht dabei, denn unter privacy wird in den USA doch noch etwas anderes verstanden als in Deutschland unter Datenschutz, aber hier gibt es leider keine vergleichbaren Tests und Datenbanken. Noch sind der Großteil der Teilnehmer US-Amerikaner, aber ich hoffe der Teil der Europäer wird zunehmen. Der Test kann auch weitergehende Verwandschaftsbeziehungen entdecken, wenn also ein Familienmitglied meines Spenders sich eingetragen hat, könnte ich sie so gegebenenfalls finden.

Bisher ist leider noch niemand von den anderen Spenderkindern dabei – bei einem Preis von 289 $ auch nicht so verwunderlich. Ich finde es ziemlich unfair, dass die Uniklinik Essen erst rechtswidrig die Daten meines Spenders vernichtet und ich mich dann auch noch mit den Folgekosten herumschlagen muss, damit ich ihn evtl. ausfindig machen kann.
Stina