Letzte Änderung 22.02.2010
Wir sind ein Verein aus ca. 20 Spenderkindern im Alter zwischen 18 und 36 Jahren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Satzung unseres Vereins kann man hier nachlesen, weitere Spenderkinder sind stets willkommen. Beitrittsformular
Unsere Ziele sind:
Aufgewachsen sind wir unter recht verschiedenen Umständen: Einige von uns wissen schon seit ihrer Kindheit, dass sie durch eine Samenspende gezeugt wurden, andere haben davon erst im Erwachsenenalter unter teilweise nicht sehr glücklichen Umständen erfahren. Die meisten von uns sind mit einem sozialen Vater aufgewachsen, andere nicht und wiederum bei anderen war die Beziehung nicht sonderlich gut. Einige von uns gehen sehr offen mit ihrer Zeugungsweise um, andere möchten das Wissen darüber lieber nur mit der Familie und engen Freunden teilen.
Gemeinsam haben wir jedoch unsere Erzeugungsart und dass wir nicht einverstanden sind, wie momentan mit donogener Insemination umgegangen wird. Zuallererst lehnen wir anonyme Samenspenden ab. Alle von uns möchten mehr oder weniger dringend wissen, von wem sie genetisch abstammen und würden gerne ihre Halbgeschwister finden. Viele von uns fühlen sich verletzt von der Art und Weise, wie die Reproduktionsärzte und -kliniken uns angesichts dieses Wunsches behandelt haben.
Trotzdem geben wir die Hoffnung nicht auf, irgendwann einmal noch genetische Verwandte ausfindig zu machen. Daher möchten wir unter Spenderkindern und Spendern dafür werben, sich in das Spenderkinder-Register einzutragen, das eine von uns initiiert hat.
Außerdem treten wir dafür ein, dass Eltern ihre durch Samenspende gezeugten Kinder schon früh über diese Zeugungsart aufklären, denn Verschweigen oder Lügen schaden irgendwann einmal jeder Familie. Und generell ist es so, dass es für die meisten von uns ein größerer Schock war, je später sie es erfahren haben. Wir können generell gut mit diesem Wissen leben, auch wenn wir uns wünschen, dass die Umstände anders gewesen wären.
Indem wir unsere Wünsche und Erfahrungen mit der Öffentlichkeit teilen, möchten wir erreichen, dass auch die Sichtweise der Kinder wahrgenommen wird und die Rechtslage in Deutschland geändert wird. Wir freuen uns über den Kontakt zu anderen Spenderkindern, denn nur gemeinsam werden wir etwas verändern können.